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Neuer Meilenstein erreicht: 500.000ster 1,0-Liter-Benzinmotor läuft im Kölner Motorenwerk von Ford vom Band

Eine halbe Million 1,0-Liter-Benzinmotoren sind seit dem Start der Produktion Ende 2011 bei Ford in Köln vom Band gelaufen. Das 500.000ste Aggregat wurde an diesem Mittwoch im Motorenwerk in Köln-Niehl produziert. Dabei handelte es sich um einen 1,0-Liter-EcoBoost-Motor, für den es im Anschluss direkt in die benachbarte Fahrzeugproduktion ging, in der der Ford Fiesta gebaut wird.

„Die Zahl von 500.000 Motoren, die wir in weniger als vier Jahren gebaut haben, ist ein erfreulicher Beleg für die anhaltend gute und steigende Nachfrage nach dem 1,0-Liter-EcoBoost-Motor. Dass es uns zudem gelungen ist, mit diesem innovativen Aggregat dreimal in Folge als „Internationaler Motor des Jahres“ ausgezeichnet zu werden, spricht sowohl für unsere fortschrittliche Fertigungstechnologie und die hohe Ingenieurs- und Entwicklungsleistung als auch im besonderen Maße für die sehr gute Arbeit und das Engagement unserer Belegschaft im Motorenwerk“, sagte Jürgen Schäfer, Werkleiter im Motorenwerk von Ford in Köln.

Im Ford Fiesta ebenso wie in zahlreichen weiteren Ford-Modellen erfreut sich der preisgekrönte 1,0-Liter-EcoBoost-Motor sehr großer Beliebtheit. So entschieden sich 2014 32 Prozent aller Käufer eines Ford Fiesta in Europa (Euro20) für dieses innovative Aggregat. Im Jahr zuvor waren es noch 27 Prozent der Kunden. Ein entscheidendes Kriterium ist dabei der Verbrauch: Angeboten in den Leistungsstufen mit 74 kW (100 PS) und 92 kW (125 PS) liegt er bei 4,3 l/100 km (kombiniert) und einer CO2-Emission von nur 99 g/km (kombiniert). Beide Varianten sind auch für weitere Ford-Modelle der Klein- und Kompaktklasse erhältlich, bei denen sich dieser positive Trend ebenfalls zeigt.

Beim Ford Fiesta Sport kommt zudem eine Variante mit 103 kW (140 PS) zum Einsatz, die durch einen Kraftstoffverbrauch von nur 4,5 l/100 km (kombiniert) und CO2-Emissionen von lediglich 104 g/km (kombiniert)besticht.

Aber nicht nur in kleinen und kompakten Ford-Modellen überzeugt der 1,0-Liter-EcoBoost-Motor mit seiner Leistungsfähigkeit: Seit März kann auch der neue Ford Mondeo erstmals mit dem 1,0-Liter Dreizylindermotor und mit einer Leistung von 92 kW (125) PS bestellt werden. Dabei erreicht der Kraftstoffverbrauch gerade einmal 5,1 l/100 km (kombiniert), die CO2-Emissionen liegen bei 119 g/km (kombiniert).

Die Produktion des 1,0-Liter-EcoBoost-Motors startete in Köln erstmals im November 2011 und zunächst noch im Einschichtbetrieb. Aufgrund der großen und wachsenden Beliebtheit des hocheffizienten Aggregats wurde bereits im August 2013 die Produktion im Kölner Motorenwerk verdoppelt. Mit einer neu eingeführten zweiten Schicht konnte die Produktion ab diesem Zeitpunkt auf täglich mehr als 1.000 Motoren hochgefahren werden.

Fortschrittliche Fertigungstechnologie

Der Kölner Ford-Standort übernimmt konzernweit die Leitfunktion für die Produktion des 1,0-Liter-EcoBoost-Motors. Für das hochmoderne Motorenwerk in der Domstadt tätigte der Hersteller eine Investition von 134 Mio. Euro – eine Ausgabe, die sich gelohnt hat: Dabei entstand zum Beispiel eine spezielle Hightech-Fertigungsstraße.

Im Kölner Motorenwerk kommen besonders fortschrittliche Fertigungstechnologien zum Einsatz, die eine Reduzierung von Kühlmitteln bei der Bearbeitung von Aluminium-Motorteilen auf nur fünf Milliliter pro Komponente ermöglichten. Dadurch verringerte sich der ökologischen Fußabdruck bei der Herstellung deutlich. Mit Hilfe neuer Technologien für so genannte "kalte Tests", bei denen Motoren ohne Warmlaufen geprüft werden, konnten die produktionsbezogenen CO2-Emissionen um 66 Prozent reduziert werden. Die Energie für den Betrieb der Produktionsanlage stammt zudem aus erneuerbaren Quellen, darunter z. B. drei Wasserkraftwerke in Norwegen und Schweden.

Das „Downsizing“-Prinzip

Der 1,0-Liter Ford EcoBoost-Motor ist eine Gemeinschaftsentwicklung des europäischen Ford Research & Innovation Centers (RIC) in Aachen und der Ford-Entwicklungszentren in Köln-Merkenich und dem britischen Dunton. Das konsequent nach dem "Downsizing"-Prinzip entwickelte Triebwerk zeichnet sich durch einen Hubraum von 998 ccm, drei Zylinder, Benzindirekteinspritzung, Turboaufladung und variable Nockenwellenverstellung aus. Die Grundfläche dieses nur 97 Kilogramm wiegenden Aggregats passt auf ein DIN A 4-Blatt. Dieser Motor kombiniert das Leistungsvermögen eines deutlich hubraumstärkeren Aggregats mit der Kraftstoff- und CO2-Effizienz eines kleineren Motors. Die Downsizing-Strategie ermöglicht Verbrauchsvorteile von bis zu 20 Prozent im Vergleich zu größeren Motoren mit gleicher Leistung.

Auszeichnung „Internationaler Motor des Jahres“

Dem 1,0-Liter-EcoBoost-Motor von Ford ist es als erstem Motor überhaupt gelungen, den prestigeträchtigen Preis „Internationaler Motor des Jahres“ dreimal in Folge zu gewinnen: Das erste Mal wurde er im Jahr 2012 gekürt, und damit direkt nach seinem Marktdebüt. In den Folgejahren 2013 und 2014 wurde das Aggregat dann erneut von einer Jury bestehend aus internationalen Journalisten mit dem begehrten Titel ausgezeichnet.

Die EcoBoost-Motorenfamilie

Zur weltweiten Ford EcoBoost-Motorenfamilie gehören neben dem 1,0-Liter-Triebwerk derzeit in verschiedenen Märkten Aggregate mit 1,5, 1,6 und 2,0 sowie mit 2,3, 2,7 und 3,5 Litern Hubraum. Motoren mit EcoBoost-Technologie wurden von Ford erstmals 2009 vorstellt. Die Technologie feierte ihr Debüt mit einem 3,5-Liter EcoBoost V6-Motor. Insgesamt hat Ford seit dem Start der EcoBoost-Motorenfamilie fünf Millionen Aggregate mit dieser hocheffizienten Technologie produziert. Der fünfmillionste Motor dieser Art war ebenfalls ein 1,0-Liter-EcoBoost-Motor, der im Ford-Werk in Wayne im US-Bundesstaat Michigan vom Band lief. Ford produziert sein preisgekröntes 1,0-Liter-Aggregat neben Köln und Wayne auch noch in Motorenwerken in Craiova (Rumänien) und in Chongqing (China).

25.03.2015 / Ford

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