Zahlen, Daten, Fakten - Die Ford Werke GmbH

  • Seit der Gründung der Ford-Werke AG am 18. August 1925 in Berlin hat Ford über 40 Millionen Fahrzeuge in Deutschland und in Belgien produziert. Köln ist seit 1930 der Stammsitz des Unternehmens und seit 1998 auch der Verwaltungssitz von Ford of Europe, die von hier aus 51 Märkte betreut, von Albanien bis Usbekistan. Ford hat in Europa rund 66.000 Beschäftigte. Der Gewinn von Ford of Europe betrug 86 Millionen US-Dollar (USD) im Jahr 2009, nach 1,06 Milliarden USD im Jahr 2008, 997 Millionen USD im Jahr 2007 und 455 Millionen USD im Jahr 2006. 2009 war Ford of Europe im sechsten Jahr in Folge profitabel und war die zweitstärkste Marke in Europa. Der Umsatz von Ford of Europe betrug im Jahr 2009 29,5 Milliarden USD, nach 39 Milliarden USD im Jahr 2008 und 36,5 Milliarden USD im Jahr 2007.
  • Auch in das neue Jahr ist das Unternehmen erfolgreich gestartet und konnte allein in der Automobilsparte für das erste Quartal 2010 einen operativen Gewinn vor Steuern von 1,2 Milliarden USD verkünden – eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 3,2 Milliarden USD. Der Anteil von Ford Europa an diesem Ergebnis beträgt 107 Millionen USD. Verglichen mit dem ersten Quartal 2009 entspricht dies einer Steigerung um 692 Millionen USD.
  • 2009 produzierte Ford in Europa insgesamt 1,5 Millionen Fahrzeuge, 2008 waren es 1,8 Millionen und 2007 rund 1,9 Millionen Fahrzeuge (2006: 1.739.600, 2005: 1.675.900). In Europa betreibt Ford einschließlich der verschiedenen Joint Ventures 22 Fertigungsstätten. Die Fahrzeugwerke sind in Köln, Saarlouis, Genk/Belgien, Valencia/Spanien, Southampton/England, Kocaeli/Türkei, Craiova/Rumänien und St. Petersburg/Russland.
  • Mit dem Ford Fiesta errang das Unternehmen im Jahr 2009 in Europa zahlreiche Preise und Auszeichnungen. So wurde das Fahrzeug für das wegweisende Design vom „Design Zentrum Nordrhein-Westfalen“, Essen, mit dem „Red Dot Design Award 2009“ ausgezeichnet. Viele Fachpublikationen wählten den Ford Fiesta zum „Auto des Jahres 2009“, beispielsweise waren es in Großbritannien die Zeitschriften „What Car?“, „Fleet News“, „What Diesel“ und „Auto Express“; in Kroatien und in Dänemark wurde der Ford Fiesta ebenfalls „Auto des Jahres 2009“. Der Ford S-MAX wurde in Deutschland vom Magazin „Firmenauto“ als „Firmenauto des Jahres 2009“ ausgezeichnet. Das renommierte britische TV-Magazin „Top Gear“ bezeichnete den Ford Focus RS als „Muscle Car of the Year“. Und der Ford Ranger wurde von „AutoBild Allrad“ mit dem Titel „Allradauto des Jahres 2009“ geehrt.
  • Die Ford Bank hat ebenfalls ihren Firmensitz in Köln. Am 22. Februar 1926 wurde sie in Berlin als Ford Credit Company AG gegründet, um den Absatz von Ford-Fahrzeugen zu unterstützen. Das Institut war das erste seiner Art in Deutschland – die Autobank war erfunden. Marktforschungen zufolge nehmen drei von vier deutschen Fahrzeugkunden Finanzierungs- oder Leasingmodelle zum Erwerb ihres Automobils in Anspruch. Die Mehrheit von ihnen entscheidet sich für das Hersteller verbundene Institut und gibt an, dass es für sie wichtig ist, Fahrzeug und Dienstleistung „aus einer Hand“ und somit von der gleichen Markenfamilie bekommen zu können. Die Ford Bank ist eine der bedeutendsten Autobanken im Bundesgebiet. Die Dienstleistungs­palette der Ford Bank umfasst heute eine Vielzahl von Angeboten, die dem Käufer den Schritt zum neuen Auto erleichtern und ihm mehr finanzielle Mobilität ermöglichen. So nutzen etwa 60 Prozent aller Privatkunden heute die erfolgreiche Ford Flatrate, die den Service und die Finanzierung abdeckt. Leasing wurde Ende der 70er Jahre eingeführt und ist auch für Privatnutzer immer interessanter. Finanzierungsmo­delle wie die Ford Auswahl-Finanzierung vereinen die Vorteile von Finanzierung und Leasing in einem Vertrag. Für Unternehmenskunden bietet die Ford Bank über ihren Geschäftsbereich Business Partner Leasing, Full-Service-Leasing und Flottenmanage­ment an. Zum Leistungsspektrum der Kölner Autobank zählt aber auch der Finanzservice für den Ford-Händler inklusive Online-Banking, Unternehmensversicherungen und Einlagengeschäften.
  • Die Ford-Werke AG firmiert seit dem 29. November 2004 als Ford-Werke GmbH und ist nach Angaben der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany, Berlin) das umsatzstärkste deutsche Unternehmen mit einer US-Muttergesellschaft hierzulande. 2008 betrug der Umsatz rund 19,7 Milliarden Euro, 2007 waren es 19,6 Milliarden Euro.
  • Dazu kommen außerdem die mit Ford verbundenen Unternehmen, der Fahrzeug-Getriebehersteller Getrag Ford Transmissions GmbH mit seinem Europasitz in Köln und die Tekfor Cologne GmbH, die in Köln-Niehl geschmiedete Teile für Fahrzeug­getriebe und Chassis produziert. Überdies betreibt Aston Martin in Zusammenarbeit mit Ford in Köln seit dem Jahr 2004 in Köln-Niehl ein eigenes Motorenwerk, in dem die Triebwerke für Aston Martin gefertigt werden.
  • Ford hatte im Gesamtjahr 2009 in Deutschland einen Pkw-Marktanteil von 7,6 Pro­zent (2008: 7,0 Prozent, 2007: 6,8 Prozent). Das waren laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) 2009 290.620 Zulassungen (2008: 241.191; 2007: 233.041). Ford bietet in Deutschland über seine zumeist mittelständischen Vertriebspartner an über 1.800 Standorten zwischen Flensburg und Freilassing, Aachen und Frankfurt/Oder die Pkw-Modelle Ka, Fiesta, Fusion, Ford Focus, Ford Focus Turnier, Ford Focus ST, Ford Focus RS, Ford Focus Coupé-Cabriolet, C-MAX, Kuga, Mondeo, S-MAX, Galaxy sowie die leichten Nutzfahrzeuge Transit, Transit Connect, Tourneo Connect und Ranger an.
  • Heute beschäftigen die Ford-Werke GmbH in Köln (17.300), Saarlouis (6.400) und Genk/Belgien (4.500) sowie im ebenfalls in Belgien gelegenen Testgelände Lommel (300) insgesamt fast 29.000 Mitarbeiter aus mehr als 50 Nationen. In Deutschland sind es, die verbundenen Unternehmen eingeschlossen, rund 24.000 Beschäftigte.
  • Weitere Ford-Standorte in Deutschland sind das Designcenter, das Entwicklungs­zentrum, das europäische Teilevertriebszentrum in Köln-Merkenich und die Kunden­dienstschule in Köln-Feldkassel sowie das Ford Forschungszentrum Aachen (FFA), in dem mehr als 200 Ingenieure und Wissenschaftler an Technologien unter anderem für alternative und konventionelle Antriebssysteme, für aktive Fahrwerk- und Sicher­heitssysteme, neue Materialien sowie innovativen Fahrzeuginnenraumkonzepten arbeiten. An allen Standorten leben außer den eigenen Angestellten noch einmal etwa drei Mal so viele Bürger mit und von Ford.
  • Die Werke Saarlouis und Köln, in denen die Erfolgsmodelle Ford Focus, Ford Focus ST, Ford Focus RS und RS 500, Ford C-MAX, Ford Kuga und Ford Fiesta, Ford Fiesta Van sowie der Ford Fusion für Märkte auf allen Kontinenten gebaut werden, zählen nicht zuletzt wegen der angegliederten Zuliefererparks zu den produktivsten Werken der gesamten europäischen Automobil-Industrie. Das Werk Saarlouis fertigt mit seiner großen Flexibilität auf einer Fertigungslinie neben der Ford Focus Limou­sine auch die Kombi-Variante Turnier, die sportlichen Modelle Ford Focus ST, RS und RS500 sowie seit Februar 2008 das Crossover-Modell Ford Kuga. Überdies liefert das Werk Karosserieteile für das Ford Focus Coupé-Cabriolet an das Fahrzeug­montagewerk von Pininfarina s. p. A. in Turin und an das Ford-Werk in Sankt Petersburg, das den Ford Focus ausschließlich für den russischen Markt montiert.
  • Allein in Köln wurden für das moderne Fiesta-Werk (4.300 Beschäftigte) im benach­barten Lieferantenpark seit dem Anlauf der Ford Fiesta/Ford Fusion-Baureihe ab 2001 mehr als 1.500 Arbeitsplätze bei acht Zulieferern geschaffen. Dafür wurden da­mals Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 525 Millionen Euro getätigt. Das Fiesta-Werk in Köln gilt unter 52 bewerteten Automobilfabriken in Europa als Spitzenwerk bei der schlanken, effizienten Fertigung.
  • In Saarlouis sind im Ford Industriepark für den Ford Focus seit 1998 bereits 2.000 neue Arbeitsplätze entstanden, 14 Zulieferer sind dort ansässig. Das Fahrzeugwerk Köln fertigte 2009 insgesamt 406.166 Einheiten (2008: 390.208; 2007: 410.925; 2006: 412.688; 2005: 403.349). Saarlouis kam 2009 auf 339.717 Fahrzeuge (2008: 402.494 Einheiten; 2007: 392.413; 2006: 405.444; 2005: 422.769) und Genk im gleichen Jahr auf 183.869 Fahrzeuge (2008: 289.527; 2007: 277.655; 2006: 235.597; 2005: 178.962).
  • Rund 80 Prozent der im Werk Köln gebauten Fahrzeuge sind für den Export in 50 Länder bestimmt, so zum Beispiel nach Australien, Neuseeland und Tahiti in Französisch-Polynesien. Saarlouis hat mit dem Ford Kuga, dem Ford Focus, dem Ford C-MAX und dem Ford Focus ST, RS und RS500 ebenfalls eine Exportquote von 80 Prozent und liefert in mehr als 60 Länder. Die wichtigsten Auslandsmärkte sind Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und die Niederlande. Fahrzeuge aus Saarlouis rollen auch in Aruba, Brunei, Hongkong, Singapur und Trinidad. Die Produktion des Ford-Werkes in Saarlouis macht alleine 30 Prozent des Gesamt-Exportvolumens des Saarlandes aus.
  • Der Standort Köln ist das Stammwerk der Ford Fiesta-Baureihe. Hier wurden seit Oktober 1979 und bis heute über 5,7 Millionen Ford Fiesta gebaut. Köln ist weltweit das erste Werk, in dem der neue Ford Fiesta (seit 14. August 2008) produziert wird. 2009 nahm auch das spanische Ford-Werk in Valencia die Fertigung auf. 2010 folgen Produktion und Markteinführung der auf die jeweiligen Kontinente zugeschnittenen Fiesta-Versionen in Asien und Amerika. Die Produktionsstätten sind in China (Nanjing) für den chinesischen Markt und in Thailand (Rayong) für den asiatischen Raum sowie in Cuautitlán in der Nähe von Mexiko-Stadt, wo die Fiesta-Version für die USA ab dem Frühjahr 2010 gebaut wird.
  • Der Ford Fiesta war 2009 in Europa das zweitmeist verkaufte Fahrzeug überhaupt und die Nr. 1 im Kleinwagen-Segment. Im März 2010 war der Ford Fiesta nach den Berechnungen von JATO Dynamics mit 68.630 Einheiten die Nr. 1 in Europa, ebenso wie im gesamten 1. Quartal 2010 mit 140.496 verkauften Einheiten.
  • Der Standort Saarlouis ist das Stammwerk für den Ford Focus, der außerdem in Spanien, Russland, Thailand, Philippinen, China und Südafrika gefertigt wird. Der Ford Mondeo wird im belgischen Genk und in China gebaut.
  • Ford und Köln werden in vielen Bereichen in einem Atemzug genannt. Das Engage­ment für die Region und die Stadt, ihre Einwohner und Einrichtungen hat bei Ford eine lange Tradition. Das Unternehmen unterstützt immer wieder große sportliche und kulturelle Veranstaltungen. Ford unterstützt beispielsweise den traditionsreichen Fußballverein 1. FC Köln und ist Förderer des rheinischen Brauchtums, des Kölner Karnevals. Das Kölner Dreigestirn fährt seit Mitte der 50er Jahre in den von Ford gestellten Fahrzeugen zu seinen rund 300 Auftritten pro Session.
  • Ford sieht in der Vielfalt seiner Beschäftigen eine Stärke für das Unternehmen und hat daher bereits seit 1996 Diversity als festen Bestandteil in der Unternehmens­strategie verankert. Für die Ford-Werke bedeutet dies Sensibilität im Umgang mit Menschen aus über 50 Nationen, sowie Wertschätzung und Respekt für die Unter­schiede eines jeden Einzelnen, sei es aufgrund von Geschlecht, Alter, Herkunft, sexueller Identität und Orientierung, religiöser Ansichten oder Behinderung. So gibt es verschiedenste, von der Geschäftsführung anerkannte und geförderte Mitarbeiter­netzwerke, welche die Interessen der Betroffenen vertreten. Die Bandbreite reicht von GLOBE (Gay Lesbian Or Bisexual Employees) dem weltweiten Netzwerk der schwulen, lesbischen und bisexuellen Beschäftigten, dem Womens' Engineering Panel – einer Gruppe von Frauen in der Produktentwicklung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Anteil weiblicher Ingenieure im Unternehmen zu erhöhen und weibliche Aspekte in die Produktentwicklung einfließen zu lassen – bis hin zum Netzwerk „Arbeiten & Pflegen“, das sich die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen zum Ziel gesetzt hat. Im Jahr 2008 hat die Ford-Werke GmbH insgesamt drei Preise für ihr Diversity-Management gewonnen: Neben gleich beiden ersten Plätzen bei der Initiative „Vielfalt als Chance“ der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer, zum einen für „Kulturelle Vielfalt in der Ausbildung“ und zum anderen für „Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz“, wurde Ford im Dezember auch noch mit dem Integrationspreis des Saarlandes ausgezeichnet.
  • Eine weitere Auszeichnung erhielt Ford im Juni 2006 für sein vorbildliches Disability Management. Als erstes Unternehmen überhaupt in Europa wurde Ford durch das „Consensus Based Disability Management Audit“ zertifiziert. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wurde bereits 2001ein Konzept entwickelt, das den Erhalt der Leistungs- und somit Beschäftigungsfähigkeit der gesamten Belegschaft, bzw. der Wiedereingliederung leistungsgewandelter Mitarbeiter zum Ziel hatte. Bis zum Jahre 2002 wurde durch die erfolgreiche Wiedereingliederung von 300 Be­schäftigten anlässlich der Umstellung der Fiesta-Produktion internen Berechnungen zufolge eine Kostenersparnis von knapp zehn Millionen US-Dollar erreicht. Auch heute erzielen die Ford-Werke eine Wiedereingliederungsquote von über 90 Prozent.
  • Ford fördert als eines der ersten Unternehmen in Deutschland die ehrenamtlichen Tätigkeiten der Beschäftigten außerhalb des Unternehmens. Ford hat seine Mitarbei­terinnen und Mitarbeiter nicht nur zu solch einem Einsatz für die Gesellschaft aufgefordert, sondern sein Engagement mit einer weltweit gültigen Vereinbarung deutlich gemacht. Ford-Beschäftigte, die ehrenamtliche gemeinnützige Funktionen übernehmen, erhalten dafür zwei bezahlte freie Tage pro Jahr. So haben seit Mai 2000 rund 7.800 Mitarbeiter insgesamt 900 Projekte realisiert. Ford ist für dieses Engagement bereits mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt im März 2010 mit dem „Bürgerpreis – Unternehmen engagiert in Köln 2010“.
  • Mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen verbindet Ford seit Jahren eine enge Kooperation. Seit über 30 Jahren verleiht Ford jährlich den Henry-Ford-Studienpreis an den besten Absolventen jeden Jahrgangs.

Text: Mai 2010 / Ford

Ford FanAward 2012 in Silber
© 2013 Stefan Klausmeyer