Ford Iosis-Max Concept

Ford Iosis MAX kombiniert modernes Design mit innovativen Ideen für eine höhere Effizienz

3.0 Das Interieur-Design des Ford iosis MAX

  • Innenraum-Gestaltung setzt die Design-Sprache der Karosserie mit ausdrucksvollen Linien und hochmodernen Materialien fort
  • Schlankes, muskulös gestaltetes Instrumentenbrett geht fließend in fortschrittliche Mittelkonsole mit ihrer dreidimensionalen Touchscreen-Oberfläche über
  • Vier besonders leicht konstruierte Sitze werden von brückenartiger Zentraltraverse scheinbar freischwebend gehalten

Das Interieur des Ford iosis MAX verkörpert eine mutige Interpretation der kinetic Design-Sprache der Karosserie wider und bezieht dabei dynamische Formen und moderne Materialien mit ein. Ergebnis: ein geradezu dramatisch-spannendes, lichtdurchflutet-leichtes und geräumiges Ambiente.

„Wir haben die visuelle Faszination des iosis MAX -Exterieurs auf das Interieur übertragen“, bestätigt Ernst Reim, Leitender Interieur-Designer Ford Europa, „und zur gleichen Zeit unter Beweis gestellt, dass auch ein praktisches und großzügig geschnittenes Umfeld inspirierend und aufregend sein kann.“

Der iosis MAX präsentiert einen Ausblick in die Zukunft. Um diese Vision zu entwickeln, haben die Designer von Ford weit über die Grenzen des Automobilbaus hinausgeblickt und Ideen gesammelt. Dabei nahmen sie Einflüsse moderner Architektur ebenso auf wie neueste Strömungen aus dem Bereich der Trendsportarten und informierten sich über besonders fortschrittliche Leichtbau-Technologien.

Sehnig geformtes Armaturenbrett erzeugt besonders luftiges Raumgefühl

Das schlanke, aber muskulös geformte Instrumentenbrett, das sich wie Flügel bis in die Seiten erstreckt, übernimmt diesbezüglich eine Schlüsselfunktion. Es scheint praktisch frei im Raum zu schweben wie ein Turner an den Ringen – gehalten nur von spiralförmigen Haltegriffen, die wie ein Luftwirbel in die Türverkleidungen übergehen. Dies erzeugt ein besonders luftiges Raumgefühl und bringt in Verbindung mit den dynamischen Formen und Linien, die in vielen Bereichen des Interieurs wieder auftauchen, das kinetische Design-Thema des „Energie in Bewegung“ auf ein höheres Niveau.

Ein weiteres interessantes Detail liefert das kompakte Instrumenten-Arrangement, das frei oberhalb des Armaturenbretts zu schweben scheint. Es wird von lediglich einer Schwinge gehalten, die auf der Lenksäule befestigt ist und an die Einarm-Hinterradaufhängung moderner Sportmotorräder erinnert. Diese unverwechselbare Art der Installation bedeutet zugleich, dass die Instrumente gemeinsam mit dem verstellbaren Lenkrad vor- und zurückgleiten und auf diese Weise stets perfekt im Sichtfeld des Fahrers liegen.

Fortschrittlich ausgeführte Mittelkonsole

Der innovative Einsatz von Formen und Materialien kennzeichnet auch die Mittelkonsole. Sie entspringt dem Armaturenbrett wie ein ausgerolltes Band und erstreckt sich bis zu den Rücksitzen. Ihre sanfte Plexiglas-Oberfläche dient dabei ganzheitlich als Touchscreen-Display, über das sich das Infotainment-System steuern lässt. Damit wirkt es wie eine dreidimensional angelegte Bedienoberfläche und erinnert so an die Menüführung der jüngsten Generation moderner Mobiltelefone. Gehen zum Beispiel Informationen des Navigationssystems oder des Autotelefons ein, werden sie über kleine Projektoren unterhalb der Oberfläche auf der Konsole abgebildet.

Zwischen den einzelnen Funktionen kann der Fahrer des iosis MAX über einen Drehschalter am Fuße der Konsole auswählen. Ein weiteres Bedienelement vor der zentralen Armauflage erinnert an eine Computer-Maus und ermöglicht – als Alternative zum Touchscreen-Display – manuell die zielsichere Navigation durch die einzelnen Menüs. Die Bilder des Kamerasystems, das die Rückspiegel ersetzt, werden auf einem separaten Farbmonitor oberhalb der Konsole wiedergegeben.

Ebenfalls ungewöhnlich: Sekundäre Funktionen wie die Blinker oder die Scheibenwischer lassen sich im iosis MAX per Sprachbefehl aktivieren. Die Bedienung des Ford PowerShift-Doppelkupplungsgetriebes wurde hiervon bewusst ausgenommen und geschieht auch weiterhin über spezielle Tasten am Lenkrad. Aus gutem Grund: Die manuelle Steuerung der Gangwechsel macht Spaß und intensiviert das Fahrerlebnis.

Zentrale Traverse hält die besonders leichten Karbonsitze

Zu den charakteristischen Besonderheiten des Concept-cars gehört auch eine Art filigraner Brückenkonstruktion, die sich von der Spritzwand bis zum Gepäckabteil erstreckt. Sie dient als tragendes Element für die vier ansonsten frei im Raum schwebenden Sitze und bietet den Passagieren ein losgelöstes Raumgefühl, als würden sie von Luft getragen. Der komplette Fahrzeug-Fußboden bleibt barrierefrei.

Die Sitze ihrerseits bestehen aus einer gewichtsreduzierten Karbon-Struktur mit integrierter Nylon-Netzbespannung sowie einer besonders leichten Rückenunterstützung in Rippenform, die an Protektoren erinnern, wie sie von Freestyle-Skifahrern genutzt werden. Sie schmiegen sich dem Körper nah an und bieten guten Halt, nehmen selbst im Innenraum aber nur wenig Platz in Anspruch. Die Sitzrahmen weisen das gleiche gewundene Design auf, das bereits die Türgriffe kennzeichnet.

Die Sitzlehnen können bei Bedarf vorklappen und schaffen so einen großen Stauraum für voluminöse Gegenstände. Erleichtert wird das Beladen dabei von dem durchgehend ebenen Fußboden. Ergänzend hierzu bietet sich unterhalb der Sitze ein weiteres großzügig bemessenes und barrierefreies Staufach an.

Stehen besondere Transportaufgaben an, lassen sich die Sitze inklusive ihrer Befestigung auch entfernen und durch spezielle Halterungen – etwa für Fahrräder – ersetzen. Die üppig dimensionierten Türtaschen können durch eigens gestaltete Fachsysteme ergänzt werden.

01.03.2009 / Ford

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