Ford GT40 Concept

Ford GT40 Concept

Der im Januar 2002 bei der Detroit Motor Show vorgestellte Ford GT 40 Concept Car wird ab 2003 in Serie produziert werden.

Diese grundsätzliche Entscheidung gab William Clay Ford jr., Chairman und CEO der Ford Motor Company, heute bekannt. Der GT40 wird damit pünktlich zum 100jährigen Bestehen des Unternehmens auf den Markt kommen und die Serie der "Living Legends" von Ford ergänzen, die neben den aktuellen Versionen von Thunderbird und Mustang auch den Forty-Nine Concept umfasst. Die exakte Bezeichnung, Produktionsvolumen, Ausstattung, Leistungsdaten und Preis des Modells werden zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

"Kernstück unseres amerikanischen Restrukturierungsplans sind unsere Produkte", sagte Ford. "Nur mit den besten Produkten werden wir unsere Ziele erreichen - und ich kann mir kein besseres Aushängeschild vorstellen als den GT40, der seit jeher als Synonym für Erfolg gilt."

Mit der Studie „GT 40 Concept“ stellt Ford bei der North American Motorshow in Detroit ein weiteres Fahrzeug seiner Serie „Living Legends“ vor, zu denen auch der Ford Thunderbird, der Mustang und der Forty-Nine gehören. Der moderne Sportwagen ist inspiriert vom legendären Ford GT 40, der unter der Ägide von Henry Ford II in den 60er-Jahren entwickelt wurde und seinerzeit ein neues Kapitel in der Geschichte für Hochleistungsfahrzeuge schrieb sowie darüber hinaus Emotionen weckte.

„Der GT40 ist ein Auto der Superlative, hat den gleichen Appeal wie die besten aktuellen Sportwagen der Welt, kann jedoch darüber hinaus auf eine Tradition verweisen, die kein anderes Auto hat“, erklärte J. Mays, Ford Vice President of Design. „Der GT 40 ermöglichte Ford zu seiner Zeit den erfolgreichen Wieder-Einstieg ins internationale Renngeschäft.“

Obwohl das neue Konzept und das Originalfahrzeug also viel gemeinsam haben, unterscheiden sie sich natürlich in zahlreichen Details. Der GT 40 Concept ist rund 45 Zentimeter länger und zehn Zentimeter höher. Sein Design verfeinert mit aktuellen Proportionen und moderner Oberflächengestaltung die charakteristischen Merkmale des historischen GT 40.

Design

Der GT 40 Concept verkörpert zwar die markante Silhouette seines Vorgängers, doch alle Dimension, Linien und Konturen interpretieren das Original auf aktuelle Weise neu. So weist auch der neue GT 40 einen langen Front-Überhang auf, wie er bei den Rennwagen der sechziger Jahre üblich war, doch verleihen die markante Ausführung der Haube, dezente Konturen und aktuelle Scheinwerfer dem Fahrzeug ein zeitgemäßes Äußeres.

Die vorderen 18-Zoll-Goodyear-Reifen mit weißer Beschriftung sind aerodynamisch von den abgerundeten Kotflügeln umfasst. In alter Motorsport-Tradition ziehen sich die Türen bis in das Fahrzeugdach. Seitliche Kühllufteinlässe führen dem Motor Frischluft zu. Die hinteren Radkästen beherbergen 19-Zoll-Goodyear-Reifen, was dem Heck eine charakteristische Neigung verleiht. Die von der Motorhaube zum Heck gezogene charakteristische Kontur endet stilgerecht in einem integrierten Spoiler.

Auch das Layout des Innenraums und der Instrumente mit analogen Kontrollanzeigen und einem großen Drehzahlmesser nimmt den Stil des Vorbildes auf, wobei die klassischen Kippschalter des Urmodells lediglich durch moderne Ausführungen ersetzt wurden.

Mays: „Wie sein Namensvetter ist der GT 40 Concept nicht mit moderner Technologie überfrachtet. Er repräsentiert bestes Ford-Design, -Engineering und -Know-how in sachlicher Ausführung. Der Verzicht auf modischen Schnickschnack und sogar elektrische Fensterheber garantiert die Authentizität der reinen, echten Performance.“

Der Blick durch das Heckfenster zeigt das Herz dieses Sportwagens – einen MOD-5,4-Liter-V8-Motor und dessen komplexe Anordnung mit polierten Edelstahl-krümmern und Kraftstoffleitungen, eloxierten Aluverschraubungen und einem kraftspendenden Kompressor mit Ladeluftkühlung.

Fahrwerk

Wie beim Original haben die Karosserieelemente des GT 40 Concept keine mittragenden Funktionen. Anstelle der in den 60er Jahren verwendeten Stahl- oder Wabenverbundmodule entwickelten die Spezialisten bei Ford einen völlig neuen Spaceframe aus Leichtmetall für den GT 40 Concept. Die vier unabhängigen Radaufhängungen an verschieden langen Querlenkern und integrierten Federstoßdämpfer-Einheiten ermöglichen das flache Profil.

Das Bremssystem verfügt über Sechskolben-Alcon-Alubremssättel und quergebohrten und belüfteten Bremsscheiben an allen Rädern. Bei geöffneter Heckhaube sind die Komponenten der hinteren Radaufhängung sowie der Motor komplett sichtbar. Präzisionsgefräste Alu-Aufhängungskomponenten und 19-Zoll-Goodyear-Reifen bieten in Verbindung mit dem beeindruckenden V8-Antriebsstrang ein imposantes Erscheinungsbild, das die enorme Leistung des GT 40 Concepts ausdrucksvoll repräsentiert.

Antriebsstrang

Der Antrieb besteht aus einem V8-Motor aus Fords modularer Motorenfamilie. Der MOD 5,4-Liter-V8 des GT 40 Concept ist mit Alu-Vierventilköpfen, einer geschmiedeten Kurbelwelle, geschmiedeten Pleueln und ebensolchen Alukolben ausgestattet und wird durch einen Kompressor gelüftet. Gemeinsam liefert dieses Kraftpaket über 372 kW Leistung und ein Drehmoment von 678 Nm. Die Kraft wird durch ein mechanisches RBT-Sechsganggetriebe übertragen.Diese Zahlen entsprechen den Leistungsdaten des ehemals stärksten GT 40 mit Sieben-Liter-Motor, der auf der Mulsanne-Geraden in Le Mans eine Geschwindigkeit von über 321 km/h erreichte.

Was ist der nächste Schritt für das GT 40 Concept?

Der GT 40 Concept wurde entwickelt, um Chancen und Möglichkeiten für neue, Emotionen weckende Ford-Modelle zu erkunden und zu testen. Wie die anderen Living-Legend-Konzepte, zum Beispiel den 1999er „Thunderbird Concept“ und den „Forty-Nine Concept“, wurde der GT 40 von Anfang an als produktionsfähiges Konzept entwickelt. Fords Spezialabteilung SVT Engineering, die auch die Performance-Versionen von Ford Focus, Mustang Cobra und F-Series Lightning konzipierte, entwickelte das Fahrwerk und den Antriebsstrang. Die Ingenieure arbeiteten dabei eng mit den Living Legend Designern zusammen.


„Living Legends“: Nostalgie und Emotionen

Mit der „Living Legends“ Serien- und Konzeptausführung erweckt Ford Automobil-Legenden der Vergangenheit neu und spricht vor allem Automobilenthusiasten an. Chris Theodore, Ford Vice President of North America Product Development, erläuterte: „Thunderbird und Mustang sind ‚lebende Legenden’, die sich einen festen Platz in der Popkultur geschaffen haben. Sie haben nicht nur auf unseren Straßen einen Eindruck hinterlassen, sondern auch auf der Leinwand und in der Musikszene. Diese neuen Modelle beleben die nostalgische Romantik des Autofahrens – und die Zukunft wird noch mehr bringen.“

Zur „Living Legend“ Reihe gehören auch die Konzeptfahrzeugen Ford Forty-Nine und GT 40. Zwar steht noch nicht fest, ob und wann Ford mit der Produktion dieser Wagen beginnen wird, fest steht jedoch, dass die Weiterentwicklung der „Living Legends“ Serien- und Konzeptmodelle dem Image der Marke Ford sehr gut tun wird. Ford plant, die „Living Legends“-Reihe regelmäßig mit neuen Konzeptfahrzeuge fortzusetzen und das „Living Legend Design Studio“ als kreative Quelle für Ford-Projektfahrzeuge zu nutzen.

Modelle wie Thunderbird oder Mustang werden oft als „Image-Autos“ und Kleinserien-Fahrzeuge angesehen, die den Reiz einer Automobilmarke verstärken und dadurch auch andere Produkte und Dienstleistungen in Verbindung mit der Marke fördern. Ford verkauft insgesamt 200.000 „Image-Fahrzeuge“ pro Jahr und somit mehr „Image-Fahrzeuge“ als die Hälfte aller übrigen Hersteller in Nordamerika.

„Ich glaube nicht, dass man zu viele „Traumautos“ oder „Image-Autos“ haben kann“, meinte Theodore. „Wir möchten dafür sorgen, dass jeder Ford ein Traum-auto ist. Wenn jemand einen Ford Focus kauft, gibt er nicht unbedingt den Traum auf, einen Mustang zu besitzen. Er erwirbt ein Qualitätsfahrzeug von Ford, das seinen Bedarf erfüllt und auch seinen Wunsch nach einem individuellen Stil. „Living Legends“ sind die Politur, die dem Ford-Oval einen neuen Glanz geben“.

Das Design des neuen GT 40 Concept

In den späten 60er-Jahren eroberte der GT 40 mit seiner Performance Le Mans im Sturm. Doch seine wahrscheinlich beeindruckendste Eigenschaft war sein Styling.

Diese Tatsache ist umso erstaunlicher, da diese Fahrzeuge nur für einen Zweck gebaut wurden: für den Sieg in Le Mans und anderswo. Bei der Konstruktion bestimmten Speed und Leistung die Kreation, woraus sich erst dann das mittlerweile legendäre Design ergab.

Als das Living Legends Studio mit der Arbeit am GT 40 Concept begann, wurde praktisch jedes Modell in Erwägung gezogen und geprüft. Das Modell, das den Designern schließlich am besten zusagte, war der Mark II. Sein fulminantes Grundkonzept - Eleganz und Hochleistung - war der ausschlaggebende Faktor.

J Mays, Ford Motor Company Vice President of Design, sagte: „Das Design einer modernen Interpretation eines Klassikers ist wesentlich schwieriger als die Entwicklung eines neuen Designs, weil wir den ursprünglichen GT 40 nur leicht aktualisieren und zugleich modernste Technologie integrieren wollten.“

Neudesign einer Legende

Als Ford-Designer mit dem Konzeptansatz des neuen GT 40 begannen, mussten sie sich für eine von zwei Ideen entscheiden. Sie konnten ein vollständig neues Design schaffen, das auf Anhaltspunkte des legendären Originalmodells aufbaute und diese in Form moderner Linienführungen interpretierte, oder sie konnten das Design im wesentlichen originalgetreu lassen und in der Form einer direkten Interpretation mit modernen Dimensionen umsetzen. Sie entschieden sich für Letzteres.

Doug Gaffka, Direktor des Ford Living Legends Studios, betraute Camilo Pardo mit der Aufgabe als Chief Designer des GT 40, der schon seit Jahren in seinem Studio in Detroit GT 40-Klassiker malte. Pardos Team lieh sich zur Inspiration einen Oldtimer aus und brachte ihn ins Studio, den GT 40 Nummer 1030, einen azurblauen Mark I. Pardo selbst sah sich jeden Tag den Film „Grand Prix“ von 1966 und andere Rennfilme aus jener Zeit an. Das Team vertiefte sich in die vergangene Rennwagenkultur und nahm die Reflektionen dieser vergangenen „Modernität“ in sich auf.

Äußeres Design

Das Design des GT 40 ist bestimmt von „organischen und geometrischen “ Elementen, glatten, natürlichen Oberflächen, betont durch einfache, dezente Konturen, die je nach Blickwinkel und Lichtquelle hervorgehoben werden. Es ist um die Radkästen herum und von der Mitte nach außen aufgebaut.

Jeder Schnittpunkt der Oberflächen stellte eine komplexe Designherausforderung dar - von der Art, wie die Kotflügel in den Vorbau verlaufen und wie die C-Säulen in das Heck münden. Ein Akzentstreifen umgibt das Design und führt alle Elemente zusammen.

Pardo erklärt: „Dem ungeschulten Auge fällt es wahrscheinlich nicht auf, aber ohne diesen Streifen wäre der Gesamteffekt vollkommen anders und irgendwie unvollständig.“ Ganz bewusst vermieden die Designer, ein Grundkonzept des modernen Stylings, nämlich einen kurzen Überhang. Mit der Wiederherstellung des kraftstrotzenden Vorbaus wurden weitere einschränkende Designparameter eliminiert. So wurde der Rennwagenstil der 60er-Jahre mit modernen Präzisionskonturen und Werkstoffen reanimiert.

Die geometrische Neuanordnung der imposanten GT 40-Scheinwerfer erzeugt einen modernen Effekt. Die Scheinwerfer symbolisieren die Geschichte des GT 40 als Sieger der 24 Stunden von Le Mans und sind durch eine Kombination von Faseroptik und Gasentladungsscheinwerfern zugleich ausschlaggebend für das zeitgemäße Design des Fahrzeugs.

Mit einer Länge von 4,62 m, einer Breite von 1,95 m und einer Höhe von 1,12 m macht der GT 40 aus jedem Blickwinkel eine herausfordernde optische Aussage. Bei der Modellnummer des Originalwagens wies die Zahl 40 auf die tatsächliche Gesamthöhe hin. Beim dem neuen Konzept war die Erzielung einer Höhe von 40 Zoll (etwa 102 cm) nicht erwünscht. Der neue GT 40 wurde als modernes Fahrzeug entwickelt, das die Anmutung eines Rennwagens und den Komfort eines Grand-Touring-Sportwagens bieten soll. Da alle Dimensionen proportional größer sind als beim Vorgänger, stellte sich die Herausforderung, diese größeren Gesamtabmessungen ohne Einbußen des Gesamteffekts zu erzielen.

Die Haube allein stellt nur einen Bruchteil der Herausforderungen dar, die der Designer in allen Bereichen des Fahrzeugs bewältigen musste. Die Haube ist das Produkt einer komplexen Oberflächenentwicklung, wobei die sanften, prominenten Kurven der Kotflügel in die tiefgelegenen, winkeligen Kühlungsschlitze verlaufen. Wie beim Original sind die Scharniere an der Vorderseite angebracht. Unter der Haube befindet sich ein kleiner Stauraum und man hat einen Blick auf die hochglanz-polierten Komponenten der Vorderradaufhängung.

Die Windschutzscheibe erstreckt sich über die gesamte Fahrzeugbreite und verjüngt sich leicht zum Dach hin, wodurch der typische Tumblehome-Stil des Mark I erzielt wird. Die Scheibe verläuft in einem flachen Winkel von der Vorderkante bis zum Dachrand.

Die Türen sind wie beim Original in das Fahrzeugdach geschnitten. Diese Ausführung war bei den Oldtimern aufgrund der außen angebrachten Tanks und zum leichteren Einsteigen des Fahrers beim berühmten Le-Mans-Start erforderlich.

Diesen problemlosen Ein- und Ausstieg bietet auch der Concept GT 40. Durch die weit öffnenden Türen und zwei in der Mitte sitzende Tanks können Fahrer- und Beifahrersitz weiter nach außen platziert werden. Die zwei von ITW gelieferten Tanks verlaufen in Längsrichtung entlang dem Mitteltunnel und werden durch zwei Einfüllöffnungen mit polierten Deckeln am Sockel der Windschutzscheibe betankt.

An den Seiten, direkt hinter den Türen sind Schlitze und Hutzen für Kühlung und Lüftung angebracht, die die bekannten, traditionellen Designlinien unterstreichen. Alle Lufteinlässe um das Fahrzeug herum sind schalenförmig.

Die zweiteilige hintere Haube ist wie beim Original an der Rückseite mit Scharnieren versehen. Darunter bietet sich für den Automobilenthusiasten ein faszinierender Blick auf das Herz des Fahrzeugs, den MOD 5,4-Liter-V8-Motor mit einer Leistung von 372,8 kW. Der Motor ist mit Edelstahl-Auspuffkrümmern, einem polierten Alu-Kompressor, kunstvoll verlegten Kraftstoff- und Kühlmittelleitungen aus Edelstahl-umflochtenen und eloxierten Verschraubungen sowie imposanten Ventildeckeln mit der Aufschrift „Powered by Ford“ ausgestattet.

Der neue GT40 ist mit speziellen Alurädern mit sechs Speichen und einer modernen Interpretation der am Originalfahrzeug und in der damaligen Rennwelt üblichen Zentral-Schnellverschlüssen ausgestattet. Als Vorderreifen werden

18-Zoll-Reifen von Goodyear verwendet. Die Hinterreifen haben 19 Zoll Durchmesser.

Die Lackierung besteht aus gelbem Hochglanzlack und mehreren Schichten Klarlack, die enormen Tiefenglanz bringen. Die schwarzen Rennstreifen über Haube, Dach und Heck erinnern an das Styling des GT 40 der 60er-Jahre. Zwei weitere Streifen verlaufen entlang der Schweller und tragen den Schriftzug GT 40.

Innenausstattung

Bei dem neuen GT 40 Concept wurden die Cockpitsitze, Armaturen und Instrumente mit moderner Präzision und zusätzlichem Komfort neu konzipiert. Der neue GT 40 ist klassisch rechtsgelenkt konzipiert und hat zwei lederbezogene, spezialgefertigte Schalensitze. In die Sitze wurden zur Verbesserung der Belüftung Öffnungen eingebettet. Der Hebel zur Sitzverstellung ist nun leichter zugänglich an der Vorderseite des Sitzes, anstatt unter dem Sitz angebracht.

Die gefräste Alu-Mittelkonsole erstreckt sich über die ganze Länge des GT 40-Passagierraums. Sie enthält den 6-Gang-Schalthebel mit kurzem Schaltweg, einen CD-Spieler sowie eine lederbezogene Armlehne mit integriertem Staufach.

Die Innenausstattung ist zweifarbig: schwarz und silber. Konsole, Schwellerplatte, Handbremshebel, Schalthebel, Sicherheitsgurtschnallen und Pedale sind aus Aluminium.

Die komplette Ausstattung mit analogen Kontrollanzeigen auf dem Armaturenbrett beinhaltet: Drehzahlmesser, Geschwindigkeitsmesser, Öltemperatur- und Öldruckanzeige, Amperemeter, Wassertemperaturanzeige sowie Kraftstoffuhr für vorne und hinten. Zusätzlich enthält das Armaturenbrett Kippschalter zur Steuerung der Fahrzeugsysteme. Alle Anzeigen und Instrumente sind genau wie im Originalfahrzeug strategisch optimal positioniert.

Der Rückspiegel bietet gute Sicht auf die Fahrbahn hinter dem Fahrzeug. Die Heckscheibe ist an der Trennwand angebracht und dient zugleich als Schalldämpfung zwischen Cockpit und Antriebsstrang. Der Antriebsstrang kann von innen durch das Fenster in der Trennwand oder von außen durch das Heckfenster bewundert werden – ein weiterer Vorteil des neuen GT 40 Designs.

Hochleistungsmechanik des GT 40: Potenzial für zukünftige „Living Legends“

Die Basis für die Leistung der GT 40 Conceptstudie von Ford bilden ein MOD 5,4-Liter-V8-Motor mit Kompressor, ein Alu-Spaceframe und eine motorsporttaugliche Radaufhängung. Obwohl ein Großteil der Mechanik des GT 40 Concept als Sonderanfertigungen hergestellt wurde, würde es keine Schwierigkeiten bereiten, diese für die Serienproduktion entweder in GT 40-Form oder für eine andere „Living Legend“ von Ford vorzubereiten.

Um sicherzustellen, dass die Mechanik des Fahrzeugs den mit dem Namen GT40 verbundenen Erwartungen gerecht wird, beauftragte Ford das Special Vehicle Team Engineering.

Gefordert waren drei Eigenschaften für den neuen GT 40: Geschwindigkeit, hervorragendes Fahrverhalten und markantes Design. Wie der Original-GT 40 damals, soll der neue mit den besten Fahrzeugen der Welt konkurrieren, zugleich wesentlich zuverlässiger sein und mehr Fahrerlebnis bieten. Aus diesem Grund verzichtete man bewusst beim GT 40 Concept auf einige moderne Technologien, um die typischen Merkmale, die das Wesen des Le Mans-Siegers am besten widerspiegeln, besonders hervorzuheben.

MOD 5,4-Liter-V8-Aggregat

Vor über dreißig Jahren, als die europäische Konkurrenz komplizierte V12-Motoren baute, bewies Ford, dass ein einfacherer, traditioneller V8-Antrieb vergleichbare Leistung sowie einen enormen Drehmoment- und Verbrauchsvorteil und die für lange Rennen notwendige Zuverlässigkeit bieten konnte.

Der heutige MOD 5,4-Liter-V8-Motor baut auf diese frühen Erkenntnisse auf. Der größte V8 der modularen Motorenfamilie von Ford bringt eine Leistung von 372,8 kW bei 5250 U/min und 678 Nm Drehmoment bei 3250 U/min. Diese Zahlen sind mit denen des 7-Liter-Motors, der die 24 Stunden von Le Mans 1966 und 1967 gewann, vergleichbar.

Der ganz aus Aluminium hergestellte MOD V8 bietet Zylinderköpfe mit vier Ventilen und zwei obenliegende Nockenwellen pro Zylinderreihe. Um der bei der Erzeugung von 372,8 kW Leistung notwendigen Beanspruchung gerecht zu werden, wurden eine geschmiedete Stahlkurbelwelle, kugelgestrahlte Schmiedepleuel von Manley und geschmiedete Alukolben von KS eingesetzt. Der Roots-Kompressor des Typs wird von Eaton hergestellt und ist mit einem Ladeluftkühler ausgestattet.

Hinter der 9-Zoll-Kupplung von McLeod installierte das SVT-Team ein Spezialgetriebe für die Anordnung des Mittelmotors. Das von RBT bezogene eng abgestufte Sechsganggetriebe verwendet Komponenten des Getriebeherstellers ZF. Es ist komplett synchronisiert und mit einer integrierten Differenzialsperre mit begrenztem Schlupf ausgestattet.

Völlig neues Alu-Fahrgestell

Das SVT-Team entwickelte einen neuen Alu-Spaceframe für die GT 40 Konzeptstudie. Der Grundrahmen aus stranggepressten Teilen und Aluplatten bietet eine verwindungssteife Basis für den kompletten Antriebsstrang. Zugleich wird die Verwendung von spezialgefertigten Verbundkarosserieteilen ermöglicht. Der Spaceframe besteht aus einem mittleren Kabinenabschnitt, dem Abschnitt für die Vorderradaufhängung und der Heckpartie samt aller Antriebskomponenten.

Während die Steifheit des Fahrgestells beim Original-GT 40 durch ein Paar starke Schweller, die zugleich als Kraftstofftank dienten, erreicht wurde, verwendet das neue Konzept einen Mitteltunnel als Rückgrat des Fahrgestells. Diese Ausführung erleichtert das Ein- und Aussteigen und bietet zugleich eine strukturell sichere Lage für den Kraftstofftank.

Die Radaufhängung der Konzeptstudie wurde ebenfalls von Grund auf neu entwickelt. Vorne und hinten gibt es unterschiedlich lange doppelte Querlenker mit Umlenkmechanismen für die horizontal montierten Feder-Stoßdämpfereinheiten. Durch die spezielle Montage der Federsysteme die Designer die flache Kontur des GT 40 erzielen.

Die tellergroßen quergebohrten Bremsscheiben werden von 6-Kolben-Monoblock-Bremssätteln in die Zange genommen. Effekt: optimale Dauerbremsleistungen, gerade bei hohen Geschwindigkeiten.

Die Räder wurden für das Konzeptfahrzeug spezialgefertigt und mit weiß beschrifteten Goodyear-Reifen – 18-Zoll- vorne und 19-Zoll-Reifen hinten – bestückt. Im Gegensatz zu den gigantischen schwarzen Reifen, die für Konzeptfahrzeuge heute so typisch sind, verwendet die GT 40 Konzeptstudie relative hohe Seitenwände der 45er Serie, die an das Originalfahrzeug erinnern.

15.01.2002 / Ford

Ford FanAward 2015
© 2019 Stefan Klausmeyer