Ford Focus ST 170 (Turnier)

„Auto der Vernunft“ - Die Erfolgsgeschichte des Ford Focus

Der neue Ford Focus ist seit wenigen Wochen in Deutschland als 4-Türer, 5-Türer und als Turnier im Handel erhältlich. Die dritte Generation dieses Kompaktklasse-Modells setzt nicht nur technologisch und in puncto Sicherheit ein deutliches Ausrufezeichen – sie ist auch nochmals sicherer, dynamischer, kraftvoller, sparsamer, besser ausgestattet und noch hochwertiger als seine Vorgänger. In anderen Worten: Der neue Ford Focus ist in jeder Hinsicht ein Stück besser geworden. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn bereits die beiden vorausgegangenen Ford Focus-Generationen waren überaus erfolgreich und haben in den vergangenen Jahren viele prestigeträchtige Auszeichnungen gewonnen. Nachfolgend wichtige Stationen aus der Karriere des Ford Focus.

1998: Weltpremiere des Ford Focus auf dem Genfer Automobilsalon

„Bei der Konstruktion des Focus haben wir auf der Kompetenz aufgebaut, die Ford zu einer der erfolgreichsten Marken im größten Marktsegment der Welt gemacht hat: der kompakten Mittelklasse. So stolz wir auch auf unsere bisherigen Erfolge in dieser Klasse sind, wird der Focus uns wieder einen Riesenschritt weiterbringen. Der Focus wird sich mit jedem Konkurrenten in der C-Segment-Klasse messen können.“

Selbstbewusste Worte, die Jac Nasser, damaliger Präsident der weltweiten Ford Automotive Operations, seinem neuen Hoffnungsträger mit auf den Weg gab. Doch bei aller Zuversicht konnte auch er damals nicht wissen, dass er von einem künftigen Weltbestseller und einem echten Meilenstein in der Automobilgeschichte redete.

Die erste Ford Focus-Generation erlebte ihre Weltpremiere im Jahre 1998 auf dem Genfer Automobilsalon: Es handelte sich um ein Kompaktmodell, das mit den damals gängigen Stilvorstellungen brach und sich stattdessen mit Ecken, Kanten und Wölbungen, mit keilförmig konturierten Scheinwerfern und hoch angesetzten Rückleuchten in einer gänzlich neuen Formensprache zeigte – dem „New Edge Design“ von Ford.

Neues Design und Ford-typische Produktmerkmale

Nasser verdeutlichte die Ambitionen des Ford Focus von Beginn an: „Mit seinem außergewöhnlichen Design, dynamischen Fahreigenschaften, dem großen Platzangebot und seiner Sicherheitsausstattung übt das Auto auch große Anziehungskraft auf Autokäufer aus, die einmal mit Gewohntem brechen wollen.“

Neben dem damals innovativen „New Edge Design“ bot die erste Ford Focus-Generation auch bewährte, für Ford typische Produktmerkmale: Dazu zählten ein hohes Sicherheits- und Ausstattungsniveau, ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis und günstige Unterhaltskosten. Damit verkörperte sie die zeitgemäße Interpretation einer Firmenphilosophie, der sich Ford seit dem T-Modell verpflichtet fühlt.

Der erste Ford Focus basierte auf einer neuen Plattform und besaß eine Karosseriestruktur, die nicht nur hochstabil war, sondern auch das niedrigste Leergewicht in dieser Fahrzeugklasse aufwies. Ebenfalls ungewöhnlich für dieses Fahrzeugsegment war die aufwändige Einzelradaufhängung an der Hinterachse. Auch die Alltagstauglichkeit ließ keine Wünsche offen. Dank des langen Radstands überzeugte der Ford Focus durch ein Platzangebot, mit der üblicherweise erst höhere Fahrzeugklassen aufwarteten. Gegenüber Vergleichsfahrzeugen lag der Ford Focus auf den Vordersitzen um bis zu 47 Millimeter, bei der Beinfreiheit im Fond sogar um bis zu 77 Millimeter vorne. Insassen profitierten zudem von stattlichen 25 Millimetern mehr Kopffreiheit vorn und hinten.

Auch die Mitglieder der Fahrspaß-Fraktion hatten ihre Freude am ersten Ford Focus. Die hohe Torsionssteifigkeit der Karosserie zusammen mit der aufwändigen hinteren Einzelradaufhängung sorgten maßgeblich für das von Beginn an hoch gelobte Handling.

Die größte Motorenpalette aller Zeiten

Das Antriebsangebot der ersten Ford Focus-Generation hielt die größte Vielfalt bereit, die Ford zum Start einer Modellreihe bis dahin jemals offeriert hatte. Es umfasste Zetec- und Zetec-SE-Benzinmotoren mit einem Hubraum von 1,4 bis 2,0 Liter und einer Leistung von 55 kW (75 PS) bis 96 kW (130 PS). Hinzu kam ein neu entwickelter Direkteinspritzer-Turbodiesel mit 66 kW (90 PS), der gegenüber dem Vorgängermotor mit 40 Prozent mehr Drehmoment aufwartete. Unter Umweltgesichtspunkten setzten die Ford Focus-Motoren ebenfalls Zeichen: Gegenüber vergleichbaren Aggregaten lagen die Emissionen um rund 95 Prozent niedriger als 15 Jahre zuvor und sogar 98 Prozent unter dem Schadstoffausstoß der späten 60er Jahre.

Seine anspruchsvolle Sicherheitsphilosophie setzte Ford beim neuen Focus konsequent um. Die neue Baureihe hatte ein Vierkanal-Antiblockier-Bremssystem (ABS) mit elektronischer Bremskraftverteilung sowie erstmals eine Traktionskontrolle an Bord, die über den vollen Geschwindigkeitsbereich wirksam war. Abgerundet wurde das Sicherheitspaket – als damals neueste technologische Entwicklung im Fahrdynamikbereich – durch das elektronische Stabilitätsprogramm ESP für zusätzliche Fahrsicherheit in Extremsituationen. Die passiven Schutzvorkehrungen umfassten Fahrer- und Beifahrerairbags sowie neuartige Seitenairbags, die bei einer Kollision speziell den Kopf- und Brustbereich der Passagiere schützten.

Traumstart: „Goldenes Lenkrad“ und „Auto des Jahres“

Kaum zwei Wochen nach Markteinführung zeichnete eine von der „Bild am Sonntag“ berufene hochkarätige Jury den Ford Focus mit dem begehrten „Goldenen Lenkrad“ aus. Die unabhängigen Juroren hatten die Kriterien Form/Styling, Innenraum/Bedienung, Fahrverhalten, Preiswürdigkeit, Platzangebot, Fahrkomfort, Motor/Leistung sowie Verbrauch/Umwelt bewertet. Vier der acht Einzelwertungen konnte der Newcomer für sich entscheiden und damit alle anderen Kandidaten ausstechen. Damit war der Ford Focus nach dem Ford Ka, dem Ford Fiesta, dem Ford Escort und dem Ford Scorpio bereits die fünfte Ford-Baureihe, der diese begehrte Trophäe zuerkannt wurde.

Offensichtlich kein Zufall, denn knapp eine Woche später folgte der nächste Preis: Da vergaben nämlich 55 renommierte Fachjournalisten aus 25 Ländern die wohl bedeutendste Automobil-Auszeichnung Europas und kürten den Ford Focus zum „Auto des Jahres 1999“. Auch auf europäischem Feld knüpfte er damit an eine Markentradition an: Vor ihm hatten bereits der Ford Escort (1981), der Ford Scorpio (1986) und der Ford Mondeo (1994) diese prestigeträchtige Auszeichnung erhalten.

1999: Der Ford Focus startet durch

Schlag auf Schlag ging es weiter mit dem Shootingstar der Kompaktklasse. Wenige Wochen nach dem Verkaufsstart der drei- und fünftürigen Fließheckversionen erweiterte Ford im Februar 1999 die Modellpalette um die viertürige Stufenhecklimousine sowie die Kombiversion Turnier. Gerade der Turnier beeindruckte – so zum Beispiel mit dem größten Laderaum seiner Klasse: 520 Liter fasste dieser im Normalfall (VDA-Norm), durch Umlegen der Rücksitzlehne stieg das beachtliche Ladevolumen auf 1.580 Liter. Reichlich Platz also für Gewerbe, Hobby oder Reise. Verfügbar war jetzt auch der neue 1,8-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer mit 66 kW (90 PS), der mit durchschnittlich 4,9 Litern Normverbrauch auf 100 Kilometer zu den sparsamsten seiner Klasse zählte.

Kunden und Fachtester honorierten auch die damalige Ford-Einpreis-Strategie: gleicher Preis für alle Karosserievarianten bei vergleichbarer Ausstattung! Zumal Ford beim Focus noch eins draufsetzte und das neue Modell auch in verschiedenen Motor- und Ausstattungsvarianten zu einem einheitlichen Preis anbot.

Er kann auch anders – zum Beispiel in der Rallye-Weltmeisterschaft

Im Januar 1999 bewies sich der Ford Focus auf der Rallye-Piste: Das neu formierte Ford Martini World Rallye Team debütierte mit zwei Fahrzeugen beim Auftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft 1999. Mit Ford und Martini hatten sich zwei Partner gefunden, die beide bereits seit über 30 Jahren im Motorsport engagiert waren, bis dato aber noch nie zusammengearbeitet hatten. „Der Ford Focus WRC ist das konsequenteste Rallyeauto der diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft“, betonte Martin Whitaker, damals Europa-Direktor von Ford Racing. „Durch die Verpflichtung des derzeit schnellsten Rallye-Piloten Colin McRae und Martini als neuem Teampartner hoffen wir, gemeinsam eine neue Ära starten zu können.“

Befeuert wurde der allradgetriebene Ford Focus WRC von einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 34-Millimeter-Air-Restrictor, gut 300 PS Leistung und einem maximalen Drehmoment von 550 Nm, das über ein sequenzielles Sechsgang-Schaltgetriebe in pure Beschleunigung umgesetzt wurde. Aktive Front- und Heckdifferenziale und ein elektronisch regelbares Mittendifferenzial versetzten die Piloten in die Lage, das Fahrverhalten des Supersportlers präzise auf die jeweiligen Untergründe anzupassen.

Whitakers Plan, mit dem Projekt eine neue Ära zu begründen, gelang nur teilweise. Mit Fahrern wie McRae, Carlos Sainz und Markko Märtin fuhren die Martini-Focus zwar Siege ein, aber leider keinen WM-Titel.

2000: Millionär im Millenniumsjahr

Was den Verkaufserfolg betraf, machte sich der Ford Focus im Frühjahr 2000 erstmals rekordverdächtig: Bereits am 9. März rollte im Werk Saarlouis das 750.000ste Exemplar vom Montageband. Und im Juni, nur zwei Jahre nach Produktionsbeginn, verließ an gleicher Stelle der einmillionste Ford Focus aus europäischer Produktion die Werkhallen – das war bis dato einmalig in der Unternehmensgeschichte von Ford.

Bei der Übergabe des einmillionsten Ford Focus konnte Rolf Zimmermann, der damalige Chef der Ford-Werke AG, von einem weiteren Höhepunkt berichten: Der Ford Focus hatte sich nämlich im ersten Quartal des Jahres mit rund 230.000 Einheiten an die Spitze der globalen Pkw-Neuzulassungsstatistik gesetzt.

Gebaut wurde der Ford Focus – als erstes Modell der Automobilgeschichte „Auto des Jahres“ in Europa und Nordamerika – in den europäischen Ford-Werken Saarlouis, Valencia sowie im US-Werk in Wayne/Michigan. Nicht nur in Europa, wo das Segment der kompakten Mittelklasse rund 35 Prozent des Marktes ausmacht, zog er Kunden in Scharen an. Auch in Nordamerika war die Nachfrage groß, vor allem bei der jüngeren Generation. Mehr als die Hälfte der US-amerikanischen Käufer waren unter 35 Jahre alt, ein Viertel sogar jünger als 25 Jahre – der Ford Focus: cool und trendy.

Ford Focus – das familienfreundlichste Auto Deutschlands

Mit rund 50 Auszeichnungen durch Medien und die Fachpresse gehörte der Ford Focus zwei Jahre nach dem Produktionsstart zu den erfolgreichsten Modellen der Automobilgeschichte. Eine weitere Auszeichnung gab es für die Turnier-Varianten mit dem 1,6-Liter- und dem 1,4-Liter-Motor im August. Mit einer „Doppel-Pole“ in der „Auto-/Umweltliste 2000/2001“ des ökologisch orientierten Verkehrsclubs Deutschland (VCD) avancierten diese Modelle zu den beiden familienfreundlichsten Autos Deutschlands. Im Jahr zuvor hatte die nun zweitplatzierte 1,4-Liter-Variante die VCD-Rangliste der ökologisch besten deutschen Familienautos angeführt.

Eine weitere Pressemeldung, erst 2001 veröffentlicht, aber thematisch noch ins Millenniumsjahr gehörend, machte auf Folgendes aufmerksam: Mit 941.938 Einheiten war der Ford Focus das weltweit meistverkaufte Automobil des Jahres 2000 – knapp 100.000 Einheiten vor dem VW Golf und noch einmal so weit vor dem Opel Astra.

2001: Unverändert auf der Überholspur

Als erstes Modell der Marke konnte der Ford Focus ab Februar 2001 mit einem Telematiksystem ausgestattet werden, das Ford gemeinsam mit Vodafone entwickelt hatte. Neben einer GPS-unterstützten Notruffunktion bot dieses System über das FordTelematics-Kundenzentrum individuelle Informationen sowie ein sprachgesteuertes Telefon.

Zum dritten Mal in Folge: Platz eins in der „Auto-/Umweltliste“

Auch unter ökologischen Gesichtspunkten entwickelte sich der kompakte Bestseller zum Vorbild: 2001 setzte der Verkehrsclub Deutschland den Ford Focus Turnier zum dritten Mal in Folge als familienfreundlichstes Auto Deutschlands auf Platz eins der „Auto-/Umweltliste“ (Ausgabe 2001/2002). Und das gleich doppelt: Denn hinter der 1,6-Liter-Benziner-Variante mit 74 kW (100 PS) rangierte auf Platz zwei erneut der 1,4-Liter-Benziner mit 55 kW (75 PS). Damit aber nicht genug: Abgerundet wurde das erfreuliche Abschneiden von einem weiteren Repräsentanten dieser Modellreihe, denn auf Platz fünf folgte die 1,8-Liter-Version mit bivalentem Benzin-/Erdgasantrieb (CNG).

Nach dem ersten Halbjahr hieß es wieder „Ford Focus auf Platz eins“

Im Vorjahr war er bereits der meistverkaufte Pkw des Planeten, und auch im ersten Halbjahr des Jahres 2001 glänzte er bereits wieder mit hervorragenden Verkaufszahlen: Der Ford Focus präsentierte sich mit deutlichem Abstand zu den Mitbewerbern mit weltweit über 500.000 verkauften Einheiten als Tabellenführer der Absatz-WM, gefolgt vom VW Golf und dem Toyota Corolla mit 450.000 beziehungsweise mit 410.000 Einheiten.

In Europa hatte der Absatz im gleichen Zeitraum auf 310.000 Einheiten zugelegt. Von Januar bis Ende Oktober 2001 waren allein in Deutschland mehr als 88.000 Ford Focus-Einheiten neu zugelassen worden.

2002/2003: Deutsche Tugenden, neue Antriebe und RS-Fieber

Die Erhebungen des TÜV verdeutlichten die Gründe für den weltweiten Erfolg des Ford Focus. In der Pannenstatistik von 2002 belegte er im positiven Sinne Platz eins bei den ein- bis dreijährigen Fahrzeugen: 92,7 Prozent aller geprüften Fahrzeuge waren komplett mängelfrei. Ein solches Resultat hatte seit 13 Jahren kein Modell eines deutschen Herstellers mehr erreicht. Das gleiche Bild beim TÜV-Konkurrenten Dekra, wie das Fachmagazin „auto motor und sport“ im Sonderheft „Gebrauchtwagen 2002“ unter der Headline „Als Musterknabe unter den Dreijährigen erwies sich der Ford Focus“ konstatierte. Auch bei der Dekra belegte der Ford Focus Platz eins unter den ein bis drei Jahre alten Modellen: 94,2 Prozent der Probanden erhielten dabei das Urteil „ohne Mängel“.

Die zweite Million ist voll …

Am 26. März 2002 rollte im Werk Saarlouis der zweimillionste Ford Focus aus europäischer Produktion vom Montageband.

… und die Entwicklung geht weiter

Zum Modelljahr 2003 erhielt der Ford Focus das bewährte „Intelligent Protection System“ IPS mit neuen Crashsensoren im Frontbereich, einer neuen Steuereinheit für alle Sicherheitselemente sowie Seitenairbags und zweistufig auslösende Fahrer- und Beifahrerairbags. Im Zuge der Modellpflege wurde außerdem auch das Motorenangebot erweitert – um einen 1,8-Liter-TDCi-Motor mit 74 kW (100 PS). Und der sportliche Ford Focus ST170 war nun in der Kombiversion „Turnier“ zu haben.

VCD-Auszeichnung für die Erdgasvariante

Im August 2002 kürte der Verkehrsclub Deutschland den Ford Focus 1,8-Liter-Turnier CNG unter ökologischen Gesichtspunkten zum familienfreundlichsten Erdgasauto Deutschlands, wie die „Auto-/Umweltliste 2002/2003“ ergab. Auf den Plätzen zwei und fünf folgten der Ford Focus Turnier mit dem 1,6-Liter- und mit dem 1,4-Liter-Benzinmotor.

Fortschrittlicher geht es nicht: Ford Focus mit Brennstoffzelle

Mit dem Brennstoffzellenmodell Ford Focus FCV (Fuel Cell Vehicle) präsentierte Ford das fortschrittlichste und umweltfreundlichste Fahrzeug, das die Marke bis dato entwickelt hatte. Ausgerüstet mit modernster Brennstoffzellen-Antriebstechnologie hatte dieses Null-Emissions-Auto seinen ersten öffentlichen Auftritt in Europa bei der Öko-Rallye „Challenge Bibendum“, die in Heidelberg startete und in Paris endete. In der französischen Hauptstadt wurde das Versuchsfahrzeug auf dem dortigen Automobilsalon vorgestellt, bevor es zu weiteren Tests startete.

Die RS-Tradition lebte auf

Auch mit konventioneller Antriebstechnologie setzte der Ford Focus auf Leistung. Bestes Beispiel ist das RS-Modell, das im Zeichen einer guten Tradition von Ford stand, die zurückreicht bis zum Ford Escort RS1600 aus dem Jahr 1969: Bis heute gilt das Kürzel „RS“, das ursprünglich für „Rallye Sport“ stand, als Synonym für besonders sportliche Modelle von Ford wie den Sierra RS Cosworth, den Escort RS Cosworth oder den legendären Mittelmotor-Sportwagen Ford RS200. Das gleiche gilt für den Ford Focus RS von 2002. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h und einem präzisen Handling vermittelte der RS Fahrdynamik pur. Dank Turboaufladung stieg die Höchstleistung des 2,0-Liter-Duratec-Benziners auf 158 kW (215 PS) und das beeindruckende Drehmoment erreichte 310 Nm. Damit diese Kraft optimal auf den Asphalt übertragen werden konnte, sorgten eine aufwändige Fahrwerkskonstruktion plus Quaife-Sperrdifferenzial für ein Höchstmaß an Bodenhaftung.

2004: „Mondial de l‘Automobile“: Ford Focus, der zweite!

Am 22. September 2004 war es soweit: Nach sechs Jahren Produktionsdauer folgte der Generationswechsel – die zweite Generation des neuen Ford Focus feierte auf dem Pariser Automobilsalon „Mondial de l‘Automobile“ seine Weltpremiere. Der gesamte Messeauftritt der Marke mit dem blauen Oval stand im Zeichen der „Collection Focus“: Präsentiert wurde die komplette Modellfamilie mit den drei- und fünftürigen Karosserieversionen sowie der Kombivariante Turnier. Die breiten Spuren des Vorgängers adäquat auszufüllen, war eine Herausforderung, denn der jetzt „alte“ Ford Focus hatte die Messlatte mit mehr als vier Millionen verkauften Einheiten hoch gehängt.

Aufregende Formensprache: der Ford Focus „Vignale Concept“

Zu den Highlights der „Collection Focus“ auf dem Pariser Messestand von Ford zählte die Cabriolet-Coupé-Studie „Vignale Concept“. Mit faltbarem Hardtop und klassischen Stilelementen des italienischen Sportwagenbaus gewährte sie Ausblicke auf die künftige Formensprache der Marke. Namensgeber der Konzeptstudie war der italienische Designer Alfredo Vignale (1913-1969), der mit seinem Unternehmen „Carrozzeria Vignale“ das Design von Ford in Europa jahrelang entscheidend beeinflusst hatte.

Mit Sicherheit gesund

Ein halbes Jahr, nachdem die TÜV-Rheinland Group dem Ford Focus C-MAX das Prüfsiegel „Allergie getesteter Innenraum“ verliehen hatte, erhielt im Oktober auch die neue Ford Focus-Baureihe dieses Label. Die unabhängigen TÜV-Experten bestätigten damit, dass für den Innenraum dieser Fahrzeuge ausschließlich Materialien verwendet werden, die das Risiko einer Allergie auf ein Minimum senken. Einen Aufpreis verlangte Ford für diesen vorsorgenden Gesundheitsschutz nicht.

Auch in der passiven Sicherheit holte der Neuling volle Punktzahlen – und zwar mit der besten Beurteilung, die je ein Fahrzeug in dieser Klasse bei den Sicherheitstests von Euro NCAP erzielt hatte. Mit fünf Sternen verliehen ihm die Fachleute des Instituts nicht nur die höchstmögliche Bewertung beim Insassenschutz, sie honorierten auch sein außergewöhnlich hohes Qualitätsniveau. Der neue Ford Focus war damit das erste Modell, dem die Euro NCAP-Experten einen 100-prozentigen Insassenschutz bescheinigten. Dazu kamen vier Sterne im dynamischen Kindersitztest und das Prädikat „100 Prozent Schutz“ bei der Kindersicherheit. Für seine Schutzwirkung vor Verletzungen der Halswirbelsäule, die nach Heckkollisionen einen Großteil der Versicherungsansprüche ausmachen, erhielt der Ford Focus Bestbewertungen durch die unabhängigen Institute „Folksam“ und „International Insurance Whiplash Prevention Group“.

2005: Gelungener Verkaufsstart

Der Start des neuen Ford Focus hätte kaum vielversprechender ausfallen können, wie eine Pressemitteilung vom 25. April 2005 darlegte. „Im ersten Quartal wurden europaweit bereits 100.000 Einheiten des neuen Modells verkauft. Diese Marke, die sich mit den schon 2004 verkauften Fahrzeugen auf 115.000 addiert, ist umso beachtlicher, als der Verkauf erst im November vergangenen Jahres in einigen Ländern begann, während der neue Ford Focus in Teilen Europas erst Anfang 2005 sein Marktdebüt erlebte.“

Im Inland hatte der Bestseller nahtlos an den Erfolg der Vorgängergeneration angeknüpft, die in Europa mit 3,2 Millionen Einheiten zum meistverkauften Modell von Ford und zu einem der erfolgreichsten Automodelle überhaupt avanciert war.

Der Ford Focus ST

Ein besonders sportliches Exemplar der Ford Focus-Familie rollte ab Oktober 2005 in Saarlouis vom Band: Der ST war dazu auserkoren, einer neuen Generation besonders sportlicher Modelle von Ford vorauszufahren. Entwickelt hatten ihn die Spezialisten des Ford TeamRS. Sein Duratec ST-Fünfzylinder-Turbomotor schöpfte aus 2,5 Liter Hubraum satte 166 kW (225 PS) und übernahm mit 6,8 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h und 241 km/h Höchstgeschwindigkeit eine Führungsrolle in der Liga der Kompaktsportler. Charakteristisch für den ST war die Metallic-Lackierung „Electric Orange“. Der Einstiegspreis lag bei 24.200 Euro – ein sensationelles Schnäppchen!

2006: Vier Millionen in Europa … und fünf Millionen weltweit

Im Januar 2006 erzielte der Ford Focus einen neuen Rekord: Im spanischen Werk Valencia lief das viermillionste in Europa gebaute Exemplar vom Band. Allein 2005 hatte Ford 442.000 Einheiten des Bestsellers verkauft, der zudem auch in Russland sowie in China, Taiwan, den USA, auf den Philippinen und in Südafrika produziert wurde. Weltweit hatten sich bereits über fünf Millionen Käufer für einen Ford Focus entschieden.

„Auto der Vernunft 2006“

Im März kürten rund drei Millionen Leser und Internetnutzer des größten deutschen Verbrauchermagazins „Guter Rat“ den Ford Focus Stufenheck zum „Auto der Vernunft 2006“ in der Limousinen-Kategorie. Honoriert wurde neben dem geräumigen Gepäckabteil unter anderem, dass „die Stufenheck-Variante des Focus wie alle Modelle der Baureihe mit einem vollwertigen Sicherheitspaket ausgestattet ist und mit einem Fünf-Sterne-Crashtest dieses ausgezeichnete Sicherheitsniveau unter Beweis gestellt hat.“

Und es ging weiter auf der „Linie der Vernunft“: Im August gab es einen Doppelerfolg für den Ford Focus Turnier und seinen Van-Modellgefährten Ford Focus C-MAX mit 1,6-Liter-TDCi-Dieselmotorisierung (80 kW/109 PS). Der Verkehrsclub Deutschland hatte in seiner „Auto-/Umweltliste 2006/2007“ beide zu den „besten deutschen Familienautos“ gekürt. Eine Beurteilung, die sich auch im Käuferverhalten widerspiegelte: Mit einem Anteil von 30,5 Prozent war dieser 1,6-Liter-TDCi-Dieselmotor im Jahr 2006 mit Abstand das populärste Triebwerk.

2007: Die Modell-Evolution geht weiter: Das Ford Focus Coupé-Cabriolet

Im Mai 2007 kam das Ford Focus Coupé-Cabriolet auf den Markt und bereicherte die Modellfamilie um ein betont genussorientiertes Mitglied. Technisches Highlight der Frischluftvariante, die Ford zusammen mit den italienischen Karosserie-Spezialisten Pininfarina entwickelt hatte, war ein zweiteiliges, elektro-hydraulisch betätigtes Stahlfaltdach. Es gewährte in nur 29 Sekunden freie Sicht nach oben und bot in geschlossenem Zustand mit 534 Litern (VDA-Norm) den Klassenbestwert im Ladevolumen. Selbst als Cabrio war mit einem Stauraum von 250 Litern noch genug Platz für kleines Gepäck.

„Ford kinetic Design“ – der Ford Focus in Bestform

Im Herbst 2007 präsentierte sich der Ford Focus in einer aufregend neuen Formensprache, dem „Ford kinetic Design“. Das Kreativteam hatte ein optisches Dynamikpaket auf die Räder gestellt – mit seitlich herumgezogenen Scheinwerfern, unter deren Abdeckglas modernste Lichttechnologien wie Bi-Xenon oder adaptives Kurvenlicht Einzug hielten, einem zweigeteilten Frontgrill, trapezförmigen Lufteinlässen, spannungsvoll gewölbten Flächen, ausgeprägten Radläufen und einer Karosseriesicke über die gesamte Flanke, die der Seitenansicht noch mehr Eleganz und „Streckung“ verlieh. Hochwertig auch der Innenraum mit einer fließend gestalteten Mittelkonsole sowie edel anmutenden Materialien und griffsympathischen „soft touch“-Oberflächen.

Modernste Technik

Der neue Ford ocus wäre aber kein Ford, wenn er nicht auch technisch in der Spitzengruppe seiner Liga spielen würde. So gehörte diese zweite Generation ab Frühjahr 2008 zu den ersten Baureihen der Marke, die auch mit dem hochmodernen Ford PowerShift-Automatikgetriebe mit Doppelkupplungstechnologie lieferbar war. Kunden, deren Hauptaugenmerk auf Wirtschaftlichkeit und nachhaltige Mobilität gerichtet war, konnte Ford gleich drei „grüne“ Antriebsalternativen anbieten: die dieselbasierte ECOnetic-Variante, die Flexifuel-Version für den kombinierten Betrieb mit Benzin und/oder Bio-Ethanol sowie die bivalente CNG-Benzin-/Erdgasvariante.

2008: Vielseitiger, sauberer, zuverlässiger, rassiger, wertvoller …

Für Käufer, die auch im C-Segment eine limousinenhafte Grundform bevorzugen, ergänzte Ford im Frühjahr 2008 die Ford Focus-Modellpalette um eine viertürige Karosserievariante mit Stufenheck.

Autogasvariante LPG: Alternativ-Antrieb Nummer vier

Nach ECOnetic, Flexifuel und CNG ergänzte Ford im Februar 2008 mit der Flüssiggas-Variante LPG – auch mit Autogas umschrieben – das breit gefächerte Antriebsangebot des Ford Focus um eine vierte, umweltfreundliche Variante. Als technische Basis diente der werksseitig vorbereitete 2,0-Liter-Duratec-Benziner. Umrüstpartner waren die Mainzer Spezialisten von der CNG-Technik GmbH, einem Tochterunternehmen von Ford.

EurotaxSchwacke sagt: „Besonders wertstabil“

Seine Qualität und Funktionalität machte den Ford Focus auch unter dem Aspekt Wiederverkauf äußerst attraktiv. Zu diesem Ergebnis kam im Februar 2008 der Marktbeobachter EurotaxSchwacke in einer Restwertprognose für die Ford Focus 5-Türer- und Turnier-Modelle mit dem 1,6-Liter-Benzinmotor (74 kW/100 PS) und mit dem 1,6-Liter-TDCi-Dieselmotor (80 kW/109 PS). Die Prognose: Wenn diese beiden Varianten nach drei Jahren mit einer Laufleistung von 60.000 Kilometern auf dem Gebrauchtwagenmarkt erscheinen, lägen die zu erwartenden Restwerte zwischen 56 und 61 Prozent – und damit um bis zu sechs Prozentpunkte über denen der unmittelbaren Wettbewerber.

Starker Marktstart

„Mit mehr als 13.000 bisher verkauften Fahrzeugen hat der neue Ford Focus einen erfolgreichen Marktstart in Deutschland hingelegt. Alleine am ersten Wochenende des offiziellen Verkaufs am 23./24. Februar 2008 konnten die 1.900 Vertriebspartner von Ford in Deutschland 13.000 Testfahrten mit interessierten Käufern durchführen und weitere Termine für Probefahrten vereinbaren“, so eine Pressemitteilung von Ford vom 3. März. Der Start des neuen Ford Focus hatte also die ohnehin hohen Erwartungen noch übertroffen. Bemerkenswert dabei war, dass nach Erkenntnissen der Ford Handelspartner rund 20 Prozent der Autohausbesucher, die sich für den neuen Ford Focus interessierten, bislang Modelle anderer Hersteller fuhren. Im Fokus standen die hochwertigen Ausstattungen Trend und Titanium.

Platz eins im Magazin „Flottenmanagement“

Immer wieder bewies der Ford Focus seine ausgeprägte Wirtschaftlichkeit – zum Beispiel bei einem Betriebskostenvergleich der Fachzeitschrift „Flottenmanagement“: Der Ford Focus 1,6-Liter-TDCi-Diesel setzte sich gegen 18 Mitbewerber durch und wurde mit großem Abstand Preis-Leistungs-Sieger in der Kategorie Kompaktklasse.

Rückkehr einer Legende: Der neue Ford Focus RS

Auf der „London International Motor Show“ wurde im Juli 2008 ein legendäres Markenkürzel von Ford neu belebt: Der Ford Focus präsentiert sich mit RS-Signet und schrieb damit eine über 40-jährige Historie fort, die in den späten 1960ern begonnen hatte. Das Fahrzeug war in der unverwechselbaren Leitfarbe „Ultimate Green“ lackiert, ein hell leuchtendes Grün-Metallic – inspiriert von der Lackierung des Ford Focus RS WRC aus der Rallye-Weltmei-sterschaft, zugleich aber auch eine Hommage an den Teamsponsor BP und eine Erinnerung an das klassische Le Mans-Grün des Ford Escort RS1600 aus den 1970er Jahren.

Für beeindruckenden Vortrieb sorgte beim Ford Focus RS eine leistungsgesteigerte Version des 2,5-Liter-Duratec-Turbomotors aus dem Ford Focus ST. Die genauen Werte wurden zunächst nicht mitgeteilt. Ungeduldige mussten sich somit bis zur geplanten Markteinführung Anfang 2009 gedulden. Was man jedoch zu sehen bekam, erweckte allemal Vorfreude. So war für die neu entwickelte, in Zusammenarbeit mit dem Ford-Forschungszentrum Aachen entstandene Revo-Vorderachse der Begriff Hightech eine absolut treffende Bezeichnung. Die Konstruktion basierte auf dem McPherson-Federbein-Layout des Ford Focus, reduzierte aber – in Kombination mit einer drehmomentgesteuerten Quaife-Differenzialsperre – Antriebseinflüsse in der Lenkung und sorgt dadurch für eine saubere Linie, vor allem natürlich bei engagierter Fahrweise.

Ein weiteres prägendes Merkmal war der große Diffusor, mit dessen Hilfe der „RS“ mit zunehmendem Tempo die Straße buchstäblich ansaugte. Unterstützenden Abtrieb erhielt die in Ingenieurkreisen „Venturi-Tunnel“ genannte Aerodynamikhilfe von einem zweiteiligen Heckspoiler oberhalb des Heckfensters, der zugleich die Verwandtschaft mit dem erfolgreichen Ford Focus RS WRC aus der Rallye-Weltmeisterschaft betonte.

2009: Abgefahren – ein Jahr im Zeichen des RS

„Der neue Ford Focus RS ist im Frühjahr in Deutschland ab 33.900 Euro erhältlich“, gab Ford im Januar 2009 bekannt. Wer einen haben wollte, musste sich allerdings sputen, lediglich 1.000 Exemplare der limitierten Edition waren für den deutschen Markt vorgesehen. Die nun veröffentlichten Leistungsdaten ließen aufhorchen: Auf 224 kW (305 PS) beflügelte der Turbolader den 2,5-Liter-Fünfzylinder. Binnen 5,9 Sekunden beschleunigte der RS aus dem Stand auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 263 km/h. Der RS war bis dato nicht nur der schnellste Ford Focus aller Zeiten, sondern auch der stärkste Fronttriebler, den Ford Europa je in Serie gebaut hat. Mehr noch: Der RS war zur Markteinführung das einzige Modell mit Frontantrieb, das mit mehr als 300 PS aufwarten konnte. Alternativ zum imageprägenden „Ultimate Green“ stand der RS auch in den Lacktönen „Frost-Weiß“ und „Indianapolis-Blau“ zur Auswahl, der Symbolfarbe des Ford Focus RS der ersten Generation.

Ford Focus RS: Sieger bei der „Sportauto“-Leserwahl

Als Siegertyp erwies sich der Ford Focus RS nicht nur in Sachen Performance und Verkaufserfolgen. Auch die Leser des Fachmagazins „Sportauto“ sahen ihn ganz vorne und kürten ihn zum „Sportlichsten Auto 2009“ in der Kategorie Kompaktklasse. Das Votum hätte nicht klarer ausfallen können: 35,1 Prozent der rund 10.000 Leser stimmten für die rassige, uneingeschränkt alltagstaugliche Fahrmaschine. Damit schlug der Ford Focus RS renommierte Mitbewerber aus dem Feld: Auf Platz zwei folgten der Audi S3 mit 18,8 Prozent der Stimmen, an Position drei der BMW 130i mit 14,8 Prozent.

Immer im Fokus des Focus: die Arbeit an der Basis

Bei allem Hype um den RS behielt Ford stets die automobile Basis im Auge. So erfüllten die Duratec-Benzinmotoren mit 1,6 Liter Hubraum (74 kW/100 PS) und mit 2,0 Liter Hubraum (107 kW/145 PS) in Kombination mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe jetzt die Abgasnorm Euro 5.

Erfolgsbedingt erweiterte Ford außerdem das „Magic“-Editionsprogramm und stellte den „Black Magic“- und „Silver Magic“-Modellen den in Frost-Weiß lackierten Ford Focus „White“ zur Seite. Gemeinsame Merkmale des magischen Trios waren farblich auf die Außenfarbe abgestimmte Leichtmetallfelgen, getönte Scheiben hinten, Nebelscheinwerfer, schwarze Leder-Stoff-Polsterungen mit silberfarbenen Kedern und hellen Doppelziernähten, das Audiosystem 6000CD und ein Dreispeichen-Lederlenkrad.

Beispiel drei für die kundenorientierte Modellpolitik: Die „Style+“-Modelle mit einem besonders attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Ausstattung beinhaltete eine Armauflage mit Chromdekor, das Audiosystem 6000CD mit Mobiltelefonvorbereitung, Bluetooth® -Schnitt-stelle und Sprachsteuerung, Sportsitze mit Lendenwirbelstütze auf der Fahrerseite sowie 16-Zoll-Designräder. Der Preisvorteil gegenüber früheren oder vergleichbaren Modellvarianten betrug zwischen 415 und 1.920 Euro.

„Nur noch 400 RS!“

Kurz vor dem Jahresende meldete sich Ford noch einmal in Sachen RS zu Wort. „Beeilung“ lautete die Botschaft an alle Fans, denn: „Aufgrund der überaus großen Nachfrage wurde das für Deutschland zur Verfügung stehende Kontingent nun um 400 Einheiten aufgestockt. Diese unwiderruflich letzten von dann insgesamt 1.600 Ford Focus RS, die für Deutschland vorgesehen sind, können ab sofort bestellt werden – nur solange der Vorrat reicht. Eine nochmalige Erhöhung des Kontingents ist nicht geplant.“

Zum Jahresabschluss noch ein Preis

Nach dem Titel „Sportlichstes Auto 2009“ erhielt der Ford Focus RS im November eine weitere hochkarätige Auszeichnung. Die Redakteure des Hamburger Magazins „Auto Bild Sportscars“ ehrten ihn im Rahmen der Essen Motorshow 2009 zum „Sportscar des Jahres“. Rund 51.000 Leser hatten aus über 300 Fahrzeugen ihre Favoriten gewählt. Der Supersportler aus Köln dominierte dabei seine Kategorie.

Dass ökonomisches Denken und Umweltorientierung auch eine neue Kategorie von Prestigewerten hervorbringen kann, bewies eine Pressemeldung vom Dezember. „Nochmals sparsamerer Ford Focus ECOnetic durchbricht die 100-g/km-CO2-Mauer“, lautete die Überschrift. Weiter hieß es: „Ford zündet die nächste Stufe seiner wegweisenden, da besonders umweltgerechten ECOnetic-Strategie: den Ford Focus ECOnetic zweiter Generation. Das neue Modell, das Anfang 2010 in ausgesuchten europäischen Ländern wie Deutschland auf den Markt kommen wird, zeichnet sich dank einer Vielzahl besonders intelligenter Kraftstoff-Sparmaßnahmen durch einen weiter reduzierten Verbrauch und nochmals geringere CO2-Emissionen aus. In Zahlen ausgedrückt: Der in vielen Details überarbeitete und optional mit neuem Start-Stopp-System ausgestattete 5-Türer begnügt sich mit lediglich 3,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Dies entspricht einem Kohlendioxid-Ausstoß von nur noch 99 g/km.“

2010: Weltpremiere der neuen, dritten Ford Focus-Generation

Rund ein Jahr vor der Markteinführung kündigte sich im Januar 2010 auf der Detroit Motorshow die dritte Generation des Kompaktklasse-Dauerbrenners an, die im Sinne der „ONE Ford“-Produktstrategie auf allen wichtigen Märkten weltweit antreten soll.

Ford Focus setzt Produktstrategie „ONE Ford” um

Die „ONE Ford“-Produktstrategie zielt auf die konzernweite Vereinheitlichung und Standardisierung von Entwicklungs- und Produktionsprozessen und damit auf die Erschließung von Synergieeffekten ab. Mit der von Konzernchef Allen Mulally eingeführten Produktstrategie „ONE Ford“ soll bei der Entwicklung von neuen Baureihen eine möglichst große Breitenwirkung erzielt werden. In der Praxis bedeutet dies zum einen die Entwicklung von Plattformen, auf denen möglichst viele Modellreihen und -varianten basieren, und zum anderen die globale Vermarktung dieser Fahrzeuge. Ford versteht die „ONE Ford“-Produktstrategie somit als einen grundsätzlich neuen Ansatz bei der weltweiten Fahrzeugentwicklung und -vermarktung.

Beim Ford Focus der dritten Generation wurde die „ONE Ford“-Strategie erfolgreich umgesetzt. Über alle Regionen betrachtet hat diese Baureihe eine Gleichteile-Quote von gut 80 Prozent.

Die C-Segment-Plattform

Schon heute ist jedes vierte verkaufte Auto weltweit ein Kompaktwagen aus dem C-Segment. Der Anteil steigt weiter. Es ist zu erwarten, dass bis 2013 die Hälfte aller Pkw weltweit diesem Segment angehören wird. Basierend auf der C-Segment-Plattform werden zehn neue Ford-Baureihen und -varianten entwickelt, von denen ab 2012 weltweit mehr als zwei Millionen Einheiten pro Jahr produziert werden. Neben den kompakten Familienvans Ford C-MAX und Ford Grand C-MAX, die Ende 2010 in Deutschland auf den Markt kamen, gehören dazu auch der neue Ford Focus, der für Anfang 2012 geplante Ford Focus ECOnetic, der Ford Focus Electric (Markteinführung 2012), der Ford Focus ST (Markteinführung 2012), sowie das Anfang 2011 in Detroit vorgestellte SUV-Konzeptfahrzeug „Vertrek”. Zudem werden 2013 zwei Hybrid Fahrzeuge, der Ford C-MAX Hybrid und der Ford C-MAX Energi Plug-In Hybrid, das Ford-Angebot im C-Segment ergänzen.

Zum Abschied: Sonderedition RS500

Dass selbst bei einem Top-Performer wie dem Ford Focus RS leistungsmäßig noch Luft nach oben ist, bewies eindrucksvoll die Sonderedition RS500. Publikumspremiere für das auf 257 kW (350 PS) erstarkte Kraftpaket war im April 2010 auf der Leipziger Auto Mobil International (AMI). Die Modellbezeichnung erklärte sich aus einer Limitierung auf 500 Einheiten, die ohne Ausnahme für den freien Verkauf bestimmt waren und jeweils eine Editionsplakette mit individueller Produktionsnummer erhielten. Das Kraftpotenzial des normalen RS übertraf der RS500 um nochmals 15 Prozent. Untermalt wurde das Ganze von einem extrovertierten Auftritt, zu dessen auffälligsten Merkmalen die Außenhautfolierung in Matt-Schwarz und farblich abgestimmte 19-Zoll-Leichtmetallfelgen zählten. Warum aber hat Ford noch einmal einen RS500 nachgeschoben? Joe Bakaj, damals Vizepräsident Produktentwicklung Ford Europa: „Wir wollten das Produktionsende der zweiten Ford Focus-Generation mit einer ganz speziellen Variante krönen“.

Wiederholungstäter: Auch 2010 „sportlichstes Auto“

Im Juni 2010 kürten die „Sportauto“-Leser den Ford Focus RS zum zweiten Mal in Folge zur Nummer eins in der Kompaktklasse – und wieder mit deutlichem Vorsprung: 34,8 Prozent von rund 10.000 Teilnehmern stimmten für ihn, auf den Plätzen folgten der VW Golf R (16,0 Prozent) und der Audi S3 mit 12,7 Prozent der Stimmen.

Automobilsalon Paris: Alle drei Karosserievarianten, Weltpremiere des ST

Nach der Weltpremiere Anfang des Jahres in Detroit war ein gutes Vierteljahr vor Verkaufstart die europäische Bühne an der Reihe. Auf der Mondial de l‘Automobile in Paris zeigte Ford im Herbst 2010 erstmals alle drei Karosserievarianten – also 4-Türer, 5-Türer und Turnier der dritten Modellgeneration, die Anfang 2011 auf dem europäischen Markt und in Nordamerika in den Verkauf gehen sollten, gemeinsam. Der für 2012 vorgesehene und besonders sportliche, 184 kW (250 PS) starke Ford Focus ST mit Benzindirekteinspritzung feierte in der französischen Hauptstadt zeitgleich seine Weltpremiere.

Produktionsstart für die dritte Ford Focus-Generation in den USA und Europa

Am Montag, 6. Dezember 2010, lief die Serienproduktion („Job 1“) an – zeitgleich in den Werken Saarlouis und Wayne (Michigan/USA). Erstmals in der Geschichte der Ford Motor Company startete die Produktion parallel, das heißt an zwei Standorten zur gleichen Zeit. Für die Fertigung des neuen Modells wurden im Ford-Werk Saarlouis rund 500 Beschäftigte neu eingestellt. In die Modernisierung des Werkes in Saarlouis investierte das Unternehmen insgesamt 300 Millionen Euro – ein klares Bekenntnis zum Werk Saarlouis und zum Standort Deutschland. Auf deutschem Boden mit dabei: Peter Müller als Ministerpräsident des Saarlandes und Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Ford-Werke GmbH.

Der neue Ford Focus – „Engineered and Made in Germany“

Bernhard Mattes erklärte im Werk Saarlouis, dass der neue Ford Focus in Deutschland entwickelt und in Deutschland gebaut werde. Das Stammwerk für Europa sei Saarlouis, von dort werde das neue Modell künftig in mehr als 80 Länder exportiert.

Weltweite Produktionsstätten

Der neue Ford Focus wird nicht nur im deutschen Saarlouis gebaut. Die europäische Fertigung schließt ab Juni 2011 auch den russischen Standort St. Petersburg mit ein, wo die für den russischen Markt designierten vier- und fünftürigen Ford Focus-Varianten hergestellt werden. Weitere Ford Focus-Produktionsstätten liegen in den USA (Wayne/Michigan), im chinesischen Chongqing und im thailändischen Rayong. In diesen beiden asiatischen Werken läuft die Ford Focus-Produktion 2012 an.

2011: Vorhang auf, dritter Akt – Verkaufsstart in Deutschland

Samstag, 9. April 2011: Über 1.800 Vertriebspartner präsentierten die neue Ford Focus-Limousine als 5-Türer bei Frühlingsfesten in ihren Autohäusern, in Fußgängerzonen und in Einkaufszentren. Das Interesse an Probefahrten war riesig, die Kaufbereitschaft auch. Der neue Ford Focus ist übrigens der erste Ford, der bereits bei Markteinführung serienmäßig ein Start-Stopp-System an Bord hat. Dieses ist für alle Ford Focus mit dem 1,6-Liter-EcoBoost-Benzindirekteinspritzer (110 kW/150 PS und 134 kW/182 PS) sowie mit dem 1,6-Liter-TDCi-Dieselmotor (70 kW/95 PS und 85 kW/115 PS) verfügbar – also für rund 50 Prozent der für Europa erwarteten Nachfrage.

Die meisten Fahrer-Assistenzsysteme seiner Klasse

Der neue Ford Focus bietet in seinem Segment das größte Angebot an Sicherheits- und Fahrer-Assistenzsystemen und gilt damit als „Innovations-Champion“. Selbst mit Premium-Maßstäben gemessen zählt dieser Ausstattungsumfang zur Extraklasse. Beispiele:

  • Der Tote-Winkel-Assistent meldet sich mit einem Warnlicht im entsprechenden Außen-spiegel, sobald sich ein Fahrzeug im toten Winkel befindet.
  • Das Active City Stop-System minimiert im dichten Stadtverkehr das Auffahr-Risiko im Falle eines Falles durch aktive Bremsmanöver.
  • Der Fahrspur-Assistent warnt ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h den Fahrer durch Vibrationen im Lenkrad, sobald die Frontkamera ein möglicherweise ungewolltes Verlassen der Fahrspur registriert.
  • Der Fahrspurhalte-Assistent (nur in Verbindung mit dem Fahrspur-Assistent) geht einen Schritt weiter: Reagiert der Fahrer nicht auf die Lenkrad-Vibrationen, wird er durch einen zeitlich begrenzten Eingriff der elektrischen Servolenkung beim Zurücklenken in die Fahrspur unterstützt.
  • Der Müdigkeitswarner errechnet den aktuellen Aufmerksamkeitsgrad des Fahrers und stellt ihn auf Wunsch symbolisch im Multifunktionsdisplay dar. Außerdem ertönt ein Warnton.

Euro NCAP: Zwei Auszeichnungen und fünf Sterne für den neuen Ford Focus

Im Mai 2011 schrieb der neue Ford Focus auf dem Gebiet der Fahrsicherheit Geschichte: Er ist das erste Volumenmodell überhaupt, das von den Euro NCAP-Experten zwei Sicherheits-Auszeichnungen verliehen bekam – eine für das „Active City Stop“-System und eine für den Fahrspurhalte-Assistenten. Außerdem erhielt der neue Ford Focus beim Euro NCAP Crash Safety-Rating die maximale Punktzahl von fünf Sternen. Euro NCAP bestätigte mit dieser Bewertung die besonders sichere Karosseriestruktur der neuen Ford C-Plattform, auf der nicht nur der neue Ford Focus basiert, sondern auch der im vergangenen Jahr auf den Markt gekommene Ford C-MAX und Ford Grand C-MAX; die Euro NCAP-Experten hatten diese Familienvans ebenfalls mit der Maximalpunktzahl von fünf Sternen ausgezeichnet.

Der neue Ford Focus wurde über 12.000 Mal real, aber auch virtuell im Computer gecrasht, um die größtmögliche Sicherheit für die Insassen jeder Größe und jeden Alters zu erzielen. 55 Prozent der Karosserie besteht aus hochfesten, besonders verwindungsresistenten Stählen, davon handelt es sich bei 31 Prozent sogar um ultrafesten Boron-Stahl – mehr Boron-Stahl wird zur Zeit in keinem anderen Ford-Modell verbaut.

Der Focus ist was wert. Sagt auch EuroTax-Schwacke

Überdurchschnittliche Restwertprognosen, ermittelt vom Marktbeobachter EurotaxSchwacke GmbH, unterstreichen das starke Image von Modell und Marke. In mehreren Bewertungskriterien erzielte der neue Ford Focus Ergebnisse, die zum Teil deutlich über dem Wettbewerbsdurchschnitt liegen. Ebenfalls erwähnenswert: Die Turnier-Version mit dem 1,6-Liter-TDCi-Dieselmotor erreichte eine Restwertprognose von 58 Prozent, nochmals zwölf Prozentpunkte mehr als beim Vergleichsmodell der Vorgängergeneration. Neben messbaren Kriterien wie Qualität, Funktionalität und Sicherheit wirkte sich dabei auch das dynamisch-elegante Design des Probanden wertsteigernd aus.

Der Ford Focus Electric – Markteinführung in den USA

Der Ford Focus Electric, der erste batterieelektrische Pkw von Ford, kommt Ende 2011 in zunächst 18 Großstädten der USA in den Handel. Das E-Mobil, im Fahrbetrieb ein Null-Emissions-Fahrzeug, basiert auf der neuen Ford Focus-Generation. Die Markteinführung des Ford Focus Electric in Deutschland ist für 2012 geplant. Als Energiespeicher dient eine 23 kWh-Lithium-Ionen-Batterie, deren Temperatur-Management von einer Flüssigkeitskühlung und -beheizung zur Optimierung von Lebensdauer und Reichweite übernommen wird. Die Reichweite des Ford Focus Electric beträgt rund 160 Kilometer.

Focus ECOnetic: voraussichtlich nur 3,5 Liter Diesel/100 Kilometer

Die neue Ford Focus-Modellgeneration erhält künftig mit dem Ford Focus ECOnetic eine besonders umweltgerechte Verstärkung: Mit einem kombinierten Kraftstoffverbrauch von voraussichtlich nur 3,5 Liter Diesel/100 Kilometer und einem CO2-Wert von unter 95 Gramm pro Kilometer (vorbehaltlich der finalen Homologierung) wird das jüngste Mitglied der Ford ECOnetic-Familie zum Maßstab in der Kompaktklasse. Der für Europa vorgesehene neue Ford Focus ECOnetic läuft im Werk Saarlouis vom Band und kommt in Deutschland Anfang 2012 auf den Markt – als fünftürige Schrägheck-Limousine sowie als Kombiversion Turnier.

31.05.2011 / Ford

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